# Online-Training verkaufen als Fitnesscenter in der Schweiz

> 87,6 % der Schweizer Fitnesscenter bieten bereits digitale Zusatzleistungen an. Mit Online-Training verdienst du auch an Mitgliedern, die wegziehen, reisen oder zu Hause trainieren. Hier siehst du, was du verkaufst, wie du es in CHF bepreist, über eine App auslieferst und in 30 Tagen startest.

*Author: Trainera Team  |  Published: 2026-10-12  |  Reading time: 6 min*

## Warum Online-Training in die Rechnung deines Centers gehört

Jedes Fitnesscenter hat dieselbe Grenze: die Zahl der Menschen, die physisch ins Gebäude passen. Miete, Geräte und Kernteam kosten gleich viel, ob die Fläche um 14 Uhr halb leer oder um 18 Uhr voll ist. [Online-Training](https://trainera.fit/blogs/beste-arabische-fitness-app) durchbricht diese Grenze, weil es Umsatz bringt, der nichts mit Quadratmetern zu tun hat. Digital sind die Schweizer Center schon unterwegs: 87,6 % boten 2025 digitale Zusatzleistungen wie Apps an, 68,6 % Personal Training ([swiss active, Eckdatenstudie 2026](https://swissactive.ch/wp-content/uploads/2026/04/sa-eckdaten-studie-2026-report%5FDE.pdf)). Der nächste Schritt ist, daraus ein bezahltes Produkt zu machen.

Der Umsatz kommt aus drei Gruppen, die du sonst verlierst: das Mitglied, das eine Stelle in einer anderen Stadt annimmt, der Vielreisende, der zahlt, aber nur zehn Tage im Monat kommt, und die Person im Quartier, die dein Coaching will, aber nicht fünfmal pro Woche anreist. [Online-Training](https://trainera.fit/blogs/bringen-fitness-apps-wirklich-ergebnisse) macht aus allen dreien zahlende Kunden statt Abgänge.

Dazu kommt ein leiserer Nutzen. Wer einem Plan folgt, den du erstellt hast, seine Workouts erfasst und zwischen den Besuchen von einem Trainer hört, zahlt nicht mehr nur für Gerätezugang, sondern für ein Ergebnis, an dem du mitarbeitest. Das macht ihn für eine günstigere Kette ein paar Strassen weiter viel schwerer abzuwerben.

## Drei Produkte, die jedes Center verkaufen kann

| Produkt                  | Was das Mitglied bekommt                       | Trainerzeit              | Preislogik (Beispiel)                        |
| ------------------------ | ---------------------------------------------- | ------------------------ | -------------------------------------------- |
| Selbstgeführtes Programm | Fertiger Plan, z. B. 12 Wochen Kraftaufbau     | Keine nach dem Erstellen | Klar unter dem Abo, etwa CHF 49 pro Programm |
| Hybrid-Zusatz            | Abo plus Online-Plan für Tage ausser Haus      | Wenig                    | Moderater Aufpreis, etwa CHF 20 pro Monat    |
| Online-Ernährung         | Ernährungsplan, monatlich angepasst            | Mittel                   | Als Zusatz zu jedem Paket                    |
| Einzelcoaching online    | Wöchentlich angepasster Plan, Chat mit Trainer | Hoch                     | Premiumstufe, unter dem Stundenpreis vor Ort |

Die Frankenbeträge sind Beispiele, keine Marktpreise. Als Anker hilft der Schweizer Durchschnitt: Ein Fitness Abo kostete 2025 im Schnitt CHF 997 pro Jahr (swiss active).

### Selbstgeführte Programme

Strukturierte [Trainingspläne](https://trainera.fit/blogs/fitness-apps-smartwatch-sync-beste-2026), die ein Mitglied kauft und selbständig absolviert: ein zwölfwöchiger Kraftaufbau, ein Abnehmprogramm, eine Einführung in den Freihantelbereich. Keine Trainerzeit nach dem Erstellen, also hohe Marge und Skalierung ohne Mehrarbeit.

### Hybrid-Abos

Das wertvollste Angebot, weil es eine bestehende Beziehung vertieft. Das Mitglied behält den Zugang zum Center und ergänzt einen Online-Plan für Tage, an denen es nicht kommen kann: auf Geschäftsreise, in einer vollen Woche oder in den Ferien. Hybrid-Mitglieder kündigen besonders ungern, weil ihre ganze Routine über dich läuft, ob sie im Gebäude sind oder nicht.

### Online-Ernährung

Mit der Ernährung tun sich viele Mitglieder schwer, und viele Center lassen das Thema liegen. Ein einfacher [Ernährungsplan](https://trainera.fit/blogs/ernaehrungsplan-abnehmen-erstellen) oder ein makrobasierter Leitfaden, digital geliefert und monatlich angepasst, passt zu jedem Paket. Weil Ernährung zu Hause stattfindet, gehört sie perfekt in den Online-Kanal, auch für Mitglieder, die fünfmal pro Woche trainieren.

## Preise und Pakete schnüren

Richte den Preis nach der menschlichen Betreuung. Selbstgeführte Programme liegen klar unter dem vollen Abo, Hybrid-Zusätze sind ein kleiner Aufpreis, bei dem ein Ja leichtfällt, und Einzel-[Online-Coaching](https://trainera.fit/blogs/als-personal-trainer-kunden-finden), bei dem ein Trainer den Plan jede Woche anpasst, ist deine Premiumstufe. Als Orientierung: Personal Training vor Ort kostet laut kenbuser.ch (2026) in Zürich CHF 150-300 und in St. Gallen CHF 100-180 pro Stunde, Online-Coaching liegt laut derselben Quelle 20 bis 40 % darunter ([kenbuser.ch](https://kenbuser.ch/de/personal-trainer-kosten-schweiz-2026/)).

Biete drei Stufen an: Selbstbedienung, Hybrid und voll betreut. Die meisten wählen die Mitte, dort, wo Marge und Arbeitslast gesund bleiben. Denk an die Mehrwertsteuer: Ist dein Center MWST-pflichtig, sind Fitness- und Krafttrainingskurse laut ESTV-Praxis zum Normalsatz von 8,1 % steuerbar ([ESTV](https://www.estv.admin.ch/estv/de/home/mehrwertsteuer/mwst-steuersaetze.html)). Keine Steuerberatung, Stand Oktober 2026.

## Auslieferung über eine gebrandete App

PDFs per E-Mail und Zahlungslinks hinterherschicken ist kein Produkt, und Mitglieder spüren das. Professionell wird es mit einer [gebrandeten App](https://trainera.fit/blogs/eigene-app-fuer-fitnessstudio) mit Namen und Logo deines Centers, damit sich alles nach dir anfühlt und nicht nach einem fremden Tool.

In der App meldet sich das Mitglied an, sieht seinen Plan, folgt den Workouts mit Übungsvideos, erfasst Sätze und Fortschritt und schreibt bei Bedarf dem Trainer. Mit Trainera White Label (CHF 239 pro Monat) oder Studio (CHF 279) bekommt dein Center eigene iOS- und Android-Apps unter deiner Marke, Einreichung und Prüfung in den Stores übernimmt Trainera. Mit Core (CHF 129) trainieren deine Mitglieder in der Trainera-[Mitglieder-App](https://trainera.fit/blogs/beste-software-kleines-boutique-fitnessstudio) (alle Preise auf trainera.fit/pricing für die Schweiz).

Online-Pakete verkaufst du in CHF per Karte über dein eigenes Stripe-Konto, mit 0 % Trainera-Plattformgebühr. Jeder Online-Kauf ist eine Einmalzahlung pro Paket, kein automatisch verlängertes Abo. Wer monatliche Hybrid-Zusätze per Rechnung, QR-Rechnung oder eBill abrechnet, macht das über seine Bank und erfasst die Zahlung in Trainera.

## Team und Coaching-Ablauf

Du kannst ohne zusätzliche Arbeit starten: Selbstgeführte Programme verkaufen und liefern sich, einmal geschrieben, von selbst. Arbeit entsteht erst bei betreuten Plänen, und das ist echte, bezahlte Coaching-Zeit.

Halte den Ablauf einfach. Ein Trainer erstellt einen Plan, weist ihn in der App zu und prüft dann jede Woche in einem kurzen Block die erfassten Workouts, passt an und schickt ein, zwei Nachrichten. Gib jedem Trainer eine Obergrenze für aktive Online-Kunden, damit die Qualität stimmt, und beteilige ihn am Online-Umsatz. Kläre bei freien Trainern den AHV-Status mit der Ausgleichskasse: Auch "freie Mitarbeitende" gelten grundsätzlich als unselbständig, entscheidend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse ([AHV-Merkblatt 2.02](https://www.ahv-iv.ch/p/2.02.d)).

Eine gute Vorlage spart am meisten Zeit. Bau jedes Programm einmal sauber, nutze es für neue Kunden und pass nur an, was sich ändern muss. Der erste Verkauf kostet echte Arbeit, der zehnte kaum noch. In dieser Lücke liegt die Marge.

## Marketing bei den eigenen Mitgliedern

Der günstigste Verkauf ist der an Menschen, die schon in deinem Center sind.

* Schul Empfang und Team, die Online-Option in passenden Momenten anzusprechen, etwa wenn ein Mitglied Reisen, eine volle Phase oder eine Pause erwähnt.
* Biete bei Kündigungswunsch den Online- oder Hybridplan als Weg an, für weniger Geld weiterzukommen.
* Zeig Programme direkt in der App, wo die Mitglieder ohnehin sind.
* Teile echte Resultate von Mitgliedern auf Online-Plänen, mit deren Einverständnis. Bekannte Gesichter verkaufen besser als Rabatte.
* Biete einen vergünstigten ersten Monat, damit Mitglieder das Training per App ohne Risiko testen.

Beispiel: Ein Center in St. Gallen bietet allen Mitgliedern mit Jahresabo vor den Sommerferien ein vierwöchiges Reiseprogramm für CHF 29 an. Wer es kauft und nutzt, bekommt nach den Ferien das Angebot, auf den Hybrid-Zusatz umzusteigen.

## In 30 Tagen starten

Woche 1: Wähle ein selbstgeführtes Programm, das du sofort liefern kannst, und setz den Preis unter dem Abo an. Woche 2: Definiere den Hybrid-Zusatz und seinen Preis. Woche 3: Richte die Auslieferung in der App ein und lade das Programm hoch. Woche 4: Informiere deine Mitglieder, brief dein Team und aktiviere das Angebot bei Kündigungswunsch. Damit läuft eine Online-Einnahmequelle auf Mitteln, die du schon hattest.

## Was Online-Training für dein Center bedeutet

Online-Training ist keine Notlösung aus der Pandemie, sondern eine dauerhafte Umsatzlinie mit guter Marge. Sie schützt bestehende Abos, holt verlorene Mitglieder zurück und erreicht Menschen, die deine vier Wände nie betreten hätten. Starte mit einem selbstgeführten Programm, liefere es über eine gebrandete App, ergänze Coaching, wo Kunden dafür zahlen, und verkaufe zuerst an die Menschen, die schon da sind.

Trainera vereint Abos, QR-Check-in, eine [gebrandete Mitglieder-App](https://trainera.fit/blogs/eigene-app-fuer-fitnessstudio) und Online-Verkauf in einer [Fitnessstudio-Software](/de/fitnessstudio-software). [Registriere dein Center und teste 7 Tage](/auth/register?role=gym).

## FAQ

### Warum soll mein Fitnesscenter Online-Training verkaufen?

Miete und Personal sind fix, der Umsatz ist aber durch die Menschen begrenzt, die ins Gebäude passen. Online-Training hebt diese Grenze auf. Du verdienst weiter an Mitgliedern, die wegziehen, beruflich reisen oder kündigen würden, und erreichst Menschen, die nie durch deine Tür gekommen wären.

### Brauche ich zusätzliche Trainer für Online-Programme?

Nicht zwingend. Du kannst mit fertigen Programmen starten, die Mitglieder kaufen und selbständig absolvieren. Wächst die Nachfrage, ergänzt du bezahltes Einzelcoaching mit deinem Team. Starte schlank und füge Arbeit nur dort hinzu, wo Kunden dafür zahlen.

### Wie viel soll ich für Online-Training verlangen?

Richte den Preis nach dem Anteil menschlicher Betreuung. Selbstgeführte Programme liegen klar unter einem vollen Abo, Hybrid-Zusätze kosten einen moderaten Aufpreis zum bestehenden Abo, Einzelcoaching ist die Premiumstufe. Als Orientierung: Online-Coaching ist laut kenbuser.ch (2026) 20 bis 40 % günstiger als Personal Training vor Ort.

### Ist Online-Training in der Schweiz MWST-pflichtig?

Wenn dein Center MWST-pflichtig ist, in der Regel ja. Laut ESTV-Praxis sind Fitness- und Krafttrainingskurse zum Normalsatz von 8,1 % steuerbar; nur das Erlernen einer Sportart als solche gilt als Bildung. Klär Spezialfälle mit Treuhänder oder ESTV. Keine Steuerberatung, Stand Oktober 2026.

### Frisst Online-Training meine Abos auf?

In der Praxis schützt es sie eher. Mitglieder, die wegen neuer Arbeitszeiten oder eines Umzugs kündigen würden, wechseln auf einen Online- oder Hybridplan, statt ganz zu gehen. Du behältst Beziehung und Umsatz, und viele kommen zurück auf die Fläche, wenn sich der Alltag beruhigt.

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Source: https://trainera.fit/blogs/online-training-als-fitnessstudio-verkaufen-ch
