Trainingszugriff: alle Einheiten frei oder nur geplante?
Manche Kunden trainieren am besten, wenn sie jede Einheit ihres Plans frei wählen, andere, wenn sie nur die heutige bekommen. So funktionieren die beiden Modi in Trainera und so entscheidest du pro Kunde.

Soll dein Kunde alle Einheiten sehen oder nur die geplante?
Das hängt davon ab, wie du mit dieser Person arbeitest. Trainiert der Kunde allein und ändert sich seine Woche ständig, lass ihn jede Einheit aus dem Plan starten, wann es passt. Trainiert ihr einen Teil der Termine gemeinsam vor Ort, oder ist die Reihenfolge wirklich wichtig, beschränke ihn auf die Einheit, die du für heute geplant hast.
In Trainera ist das eine Einstellung pro Kunde namens Trainingszugriff, mit zwei Modi: Alle Trainingseinheiten entsperrt und Nur geplante. Hier liest du, was beide genau tun, zu wem sie passen und welche zwei Einstellungen direkt daneben liegen.
Was die beiden Modi tatsächlich tun
Der Schalter sitzt im Kundenprofil, im Web und in der mobilen Trainer-App. Der Hilfetext fasst es zusammen: Er steuert, wie der Kunde zu seinen Einheiten kommt, alle jederzeit frei oder nur an den Tagen, die du planst, und er braucht einen zugewiesenen Trainingsplan.
Alle Trainingseinheiten entsperrt
Der Kunde kann jede Einheit des zugewiesenen Plans jederzeit und in beliebiger Reihenfolge starten. Zwei Dinge bleiben zu: bereits abgeschlossene Einheiten und Ruhetage. Passt Tag 3 besser auf seinen Dienstag als Tag 2, öffnet er eben Tag 3.
Nur geplante
Der Kunde kann eine Einheit nur an dem Datum starten, an dem du sie geplant hast. Praktisch heißt das: die heute geplante Einheit. Die Einheit von morgen lässt sich nicht vorziehen, und eine ausgelassene lässt sich nicht irgendwann nachholen.
| Frage | Alle Trainingseinheiten entsperrt | Nur geplante |
|---|---|---|
| Welche Einheiten kann der Kunde starten? | Jede Einheit des zugewiesenen Plans | Nur die für heute geplante |
| Reihenfolge selbst wählen? | Ja | Nein, der Kalender entscheidet |
| Abgeschlossene Einheiten und Ruhetage | Nicht startbar | Startbar ist nur die heutige geplante Einheit |
| Zugewiesener Plan nötig? | Ja | Ja |
| Wer legt es fest? | Du, pro Kunde | Du, pro Kunde |
Welcher Modus zu welchem Kunden passt
Keiner der Modi ist grundsätzlich besser. In der Praxis braucht dieselbe Person in verschiedenen Phasen oft einen anderen Modus. Sieh das also als Entscheidung, die du regelmäßig prüfst. Vorschläge für typische Fälle:
| Situation des Kunden | Vorschlag | Warum |
|---|---|---|
| Trainiert mit dir vor Ort an festen Tagen | Nur geplante | Er macht die gemeinsame Einheit nicht schon am Abend vorher allein. |
| Hybrid: ein Termin mit dir, der Rest allein | Oft Alle entsperrt | Die Solo-Tage wandern durch die Woche, du siehst trotzdem, was geloggt wurde. |
| Viel unterwegs oder im Schichtdienst | Alle entsperrt | Feste Kalendertage führen hier vor allem zu verpassten Einheiten. |
| In einem strukturierten Block (Kraftaufbau, Reha) | Nur geplante | Reihenfolge und Abstände sind Teil des Programms. |
| Prescht vor und macht zwei, drei Einheiten an einem Tag | Nur geplante | Die Option ist weg, statt jede Woche im Chat darüber zu diskutieren. |
| Erfahren und selbstständig | Alle entsperrt | Plant seine Woche selbst und ärgert sich über unnötige Sperren. |
| Einsteiger, der auslässt und dann den Faden verliert | Kommt darauf an | Manche brauchen eine klare Einheit pro Tag, andere Luft zum Aufholen. Teste einen Modus ein paar Wochen und sprich beim Check-in darüber. |
Die meisten Fragen kommen von Trainern, die vor Ort arbeiten. Dazu passt unser Beitrag über die App für Personal Trainer mit Präsenztraining. Wer Studio-Termine mit Online-Programmierung mischt, findet mehr im Beitrag zum hybriden Personal Training.
So änderst du den Trainingszugriff
- Weise dem Kunden einen Trainingsplan zu. Ohne Plan hat die Einstellung nichts zu steuern.
- Öffne das Kundenprofil im Web oder in der mobilen Trainer-App.
- Wähle unter Trainingszugriff Alle Trainingseinheiten entsperrt oder Nur geplante.
- Sag dem Kunden im Chat, was sich geändert hat und warum. Das erspart dir die Frage, warum die Donnerstagseinheit nicht aufgeht.
Mit Nur geplante wird der Kalender zur Regel. Prüf also, ob die Termine im Plan zur echten Woche des Kunden passen. Ein Plan für Montag, Mittwoch und Freitag hilft niemandem, der nur am Wochenende trainieren kann. Grundlagen zur Planerstellung findest du im Beitrag Trainingspläne für Kunden online erstellen und liefern.
Wie du den Modus erklärst
Die Einstellung ist in Sekunden geändert. Wirksam wird sie durch das Gespräch dazu. Zum Beispiel:
- Nur geplante, Kunde vor Ort: "Die Donnerstagseinheit geht am Donnerstag auf, weil wir sie zusammen machen."
- Nur geplante, strukturierter Block: "In den nächsten Wochen zählt die Reihenfolge. Passt ein Tag gar nicht, schreib mir und wir verschieben ihn."
- Alle entsperrt: "Mach die Einheiten in der Reihenfolge, die zu deiner Woche passt. Lass zwischen den zwei schweren einen Ruhetag."
Der letzte Satz ist wichtig. Freie Wahl heißt nicht, dass der Kunde keine Faustregel für die Abstände braucht. Fragt ein Kunde mit Nur geplante ständig nach neuen Terminen, passt entweder der Kalender oder der Modus nicht.
Selbst erstellte Ernährung: der Schalter daneben
Direkt neben dem Trainingszugriff liegt Selbst erstellte Ernährung:
- An: Der Kunde kann eigene Ernährungspläne erstellen und die Standardpläne der App nutzen.
- Aus: Die Ernährung verwaltet der Trainer. Der Kunde wendet sich für einen Plan an dich.
Beide Schalter sind unabhängig. Nur geplante mit Ernährung aus passt zu Kunden, bei denen du das ganze Programm steuern willst. Alle entsperrt mit Ernährung an passt zu selbstständigen Kunden, die Struktur im Training und etwas Freiheit beim Essen wollen.
Sitzungsformat: Beschreibung, keine Sperre
Beim Erstellen eines Plans wählst du ein Sitzungsformat: Persönlich, Online, Hybrid (Mix aus Präsenz und online) oder Selbstgeführt (eigenständige Trainingspläne). Das Label beschreibt den Plan und sperrt für sich genommen nichts.
Ein Plan mit dem Format Persönlich hindert den Kunden also nicht daran, Einheiten an jedem Tag zu starten. Dafür stellst du den Trainingszugriff auf Nur geplante. Häufige Kombinationen:
- Persönlich mit Nur geplante, wenn ihr an festen Tagen gemeinsam trainiert.
- Hybrid mit Alle entsperrt, wenn die Solo-Einheiten zwischen den Terminen frei liegen.
- Online oder Selbstgeführt mit dem Modus, der zu Disziplin und Alltag des Kunden passt.
Wer im Kellerstudio oder auf Reisen trainiert, braucht den Plan eventuell ohne Netz. Das ist ein eigenes Thema: Können Kunden in einer Coaching-App offline trainieren?
Typische Fehler
- Alle Kunden standardmäßig sperren. Bei unvorhersehbaren Wochen bringt das meist verpasste Einheiten statt Disziplin.
- Alles freigeben für Kunden, die vorpreschen. Ist der Wochenplan am Mittwoch durch, erfüllt er seinen Zweck nicht mehr.
- Den Kalender vergessen. Bei Nur geplante bestimmen die Termine, was trainiert werden kann.
- Sitzungsformat für eine Einstellung halten. Es beschriftet den Plan, mehr nicht.
Am meisten zählen diese Einstellungen in den ersten Wochen. Lies dazu auch, was im ersten Monat Online-Coaching passiert.
Ein einfaches Setup für deinen nächsten Neukunden
Stell dir vor der ersten Einheit drei Fragen: Trainieren wir an festen Tagen zusammen? Zählt in diesem Block die Reihenfolge? Wie planbar ist die Woche dieser Person? Zweimal Ja spricht für Nur geplante, sonst starte mit Alle Trainingseinheiten entsperrt. Entscheide dann über die selbst erstellte Ernährung, gib dem Plan das passende Sitzungsformat und erklär dem Kunden, wie es läuft. Beim ersten Check-in prüfst du die Wahl.
Trainingszugriff pro Kunde steuern? So funktioniert Trainera für Personal Trainer.
Häufig gestellte Fragen
Wie verhindere ich, dass Kunden Einheiten vorziehen?
Was bedeutet Alle Trainingseinheiten entsperrt?
Warum kann ich den Trainingszugriff nicht ändern?
Gilt der Trainingszugriff für alle Kunden gleichzeitig?
Sperrt das Sitzungsformat Persönlich die Einheiten?
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