Trainingsplan online erstellen und liefern: Schweiz
Onboarding, Struktur, Plan, Lieferung und Check-in: So erstellst du Trainingspläne für Online-Kunden, die wirklich umgesetzt werden. Mit revDSG-Hinweisen zu Gesundheitsdaten, Schweizer PT-Preisen und Softwarekosten in CHF.

Trainingspläne online erstellen und liefern: der Ablauf
Ein Online-Trainingsplan entsteht in drei Etappen: Ausgangslage sauber erfassen, Plan strukturiert aufbauen und ihn so liefern, dass dein Kunde ihn tatsächlich umsetzt. Wer diese Etappen zur Routine macht, betreut mehr Kunden mit besseren Resultaten und kann sein Online-Coaching ausbauen.
Für Trainerinnen und Trainer in der Schweiz ist das auch eine Preisfrage. Laut kenbuser.ch (2026) kostet eine Stunde Personal Training vor Ort in Zürich CHF 150-300, in Bern CHF 120-220; Online-Coaching liegt laut derselben Quelle 20 bis 40 % darunter. Wer online günstiger anbietet, muss den Zeitaufwand pro Kunde senken, und das gelingt nur mit einem klaren Prozess.
Schritt 1: Onboarding als Fundament
Bevor die erste Übung im Plan steht, brauchst du verlässliche Angaben. Viele überspringen diesen Teil, dabei hängt alles Weitere davon ab. Frag mindestens nach:
- Ziel: Muskelaufbau, Fettabbau, allgemeine Fitness, Ausdauer oder Vorbereitung auf einen Wettkampf, etwa einen Stadtlauf?
- Erfahrung: Seit wann trainiert die Person, welche Übungen beherrscht sie?
- Zeit: Wie viele Tage pro Woche, wie lange pro Einheit?
- Ausrüstung: Fitnesscenter, Home Gym oder beides?
- Beschwerden: Welche Gelenke oder Bewegungen sind heikel?
- Alltag: Schichtarbeit, Stress, Schlaf. Das bestimmt die Erholung.
Ein Fragebogen oder ein kurzer Videocall genügt. Halte die Antworten fest, denn jede spätere Anpassung baut darauf auf.
Wichtig in der Schweiz: Angaben zu Verletzungen, Krankheiten oder Medikamenten sind Gesundheitsdaten und nach dem revDSG besonders schützenswert. Brauchst du dafür eine Einwilligung, muss sie ausdrücklich erfolgen, nach klarer Information. Frag nur, was du für den Plan wirklich brauchst. Keine Rechtsberatung, Stand Oktober 2026; Fragen beantwortet der EDÖB.
Schritt 2: die passende Struktur wählen
| Struktur | Tage pro Woche | Passt für |
|---|---|---|
| Ganzkörper | 2 bis 3 | Einsteiger, wenig Zeit, hohe Trainingsfrequenz pro Muskel |
| Oberkörper/Unterkörper | 3 bis 4 | Fortgeschrittene, die mehr Volumen brauchen |
| Push/Pull/Legs oder Bro-Split | 4 bis 5 | Erfahrene mit klarem Hypertrophieziel |
Beim Push/Pull/Legs-Modell bringt ein verpasster Tag die Woche durcheinander. Als Online-Trainer sprichst du das vorher offen an.
Schritt 3: den Plan füllen
- Übungen: Grundübungen wie Kniebeuge, Kreuzheben, Bankdrücken und Rudern zuerst, Isolationsübungen dort, wo sie Sinn ergeben.
- Sätze und Wiederholungen: realistisch bleiben. Einsteiger brauchen keine zehn Sätze pro Muskelgruppe.
- Steigerung: schreib hinein, wie Last oder Volumen von Woche zu Woche wachsen. Progressive Overload ist der wichtigste Reiz für Kraft und Muskeln.
- Pausen: rund 60 Sekunden für Kondition, zwei bis drei Minuten bei schweren Grundübungen.
- Tempo: optional, hilfreich bei Kunden, die hastig trainieren.
Zu jeder Übung gehört eine kurze Notiz. "Rücken gerade, Knie nicht nach innen kippen lassen" hilft mehr als ein blosser Übungsname. Online fehlt die direkte Korrektur, deine Notizen füllen einen Teil dieser Lücke. Mehr zum Gesamtprozess steht im Guide Wie Online-Fitness-Coaching funktioniert.
Schritt 4: liefern, ohne dass der Plan in der Schublade landet
Ein PDF im Mail lässt sich nicht anpassen, und niemand trägt darin Gewichte ein. Ausgedruckt geht es verloren, und nach drei Wochen hörst du nichts mehr. Besser ist eine Plattform, in der dein Kunde:
- den Plan auf dem Handy öffnet,
- Videos oder Beschreibungen zu jeder Übung sieht,
- jede Einheit direkt einträgt,
- Verläufe von Gewichten und Leistung verfolgt.
In Trainera.fit erstellst du Pläne, schickst sie direkt an deine Kunden und siehst ihr Trainingsprotokoll. Check-ins werden dadurch genauer, weil du mit echten Daten arbeitest statt mit Erinnerungen. Fragebogen für das Onboarding sind in jedem Paket enthalten, auch im kostenlosen.
Schritt 5: Check-in und Anpassung
Spätestens nach vier Wochen gehört ein Check-in in den Kalender:
- Wie hat sich die Leistung entwickelt?
- Welche Übungen machen Mühe?
- Wurden alle Einheiten absolviert, und falls nicht, warum?
- Gibt es neue Beschwerden oder eine andere Verfügbarkeit?
Daraus folgt die Anpassung: mehr Volumen, neue Übungen, ein anderer Split oder eine Deload-Woche. Genau diese Arbeit unterscheidet Coaching von einem PDF und hält Kunden langfristig. Wie du neue Kunden durch die erste Phase führst, beschreibt der Artikel über den ersten Monat Online-Coaching.
Fehler, die Kunden kosten
- Zu viel Volumen für Einsteiger: fünf Übungen pro Muskelgruppe bremsen eher.
- Keine Steigerungslogik: Der Kunde trainiert wochenlang mit gleichen Gewichten und stagniert.
- Keine Hinweise zur Technik: Ohne Notizen und Videolinks bleiben Fehler unentdeckt.
- Copy-Paste für alle: spart kurzfristig Zeit, führt aber zu schwächeren Resultaten und mehr Abbrüchen.
- Langsame Reaktion: Meldet ein Kunde Schmerzen und kommt nach einer Woche noch kein angepasster Plan, ist er bald weg.
Mehr Kunden ohne Qualitätsverlust
Steht der Prozess, kannst du wachsen, ohne dass die Betreuung leidet:
- Vorlagen für die häufigsten Ziele anlegen und individuell anpassen.
- Fragebogen vor dem Erstgespräch automatisch verschicken.
- Fixe Check-in-Tage festlegen und alle Kunden gebündelt auswerten.
- Eine Plattform nutzen, die alle Kunden und Protokolle an einem Ort zeigt.
In Trainera kostet das Trainer-Paket Starter ab CHF 19.90 pro Monat (10 Kunden), Pro ab CHF 49.90 (30 Kunden) und Business ab CHF 99 (75 Kunden) auf trainera.fit/pricing für die Schweiz; der Free-Plan reicht für 3 Kunden. Beispiel: Eine Trainerin in Luzern betreut 25 Online-Kunden im Pro-Paket. Pro Kunde fallen damit knapp CHF 2 Softwarekosten im Monat an.
Zum Geschäftlichen: Als Selbständige meldest du dich bei der Ausgleichskasse an; die AHV/IV/EO-Beiträge betragen laut AHV-Merkblatt 2.02 10,0 % ab CHF 60'500 Einkommen, darunter gilt eine sinkende Skala ab 5,371 %. MWST-pflichtig wirst du laut ESTV ab CHF 100'000 weltweitem Umsatz aus steuerbaren Leistungen; laut ESTV-Praxis sind Fitness- und Krafttrainingskurse zum Normalsatz von 8,1 % steuerbar. Keine Steuerberatung, Stand Oktober 2026: Prüf deinen Fall mit Treuhänder, Ausgleichskasse oder ESTV.
Mit diesen Abläufen kannst du als Online-Personal-Trainer deutlich mehr Kunden betreuen als im reinen Studiobetrieb.
System vor Spontaneität
Ein Online-Trainingsplan ist kein einmaliges Dokument, sondern ein laufender Prozess. Gute Online-Coaches haben nicht zwingend mehr Fachwissen, aber bessere Systeme: klares Onboarding, individuelle Pläne, eine Plattform für die Lieferung und Anpassungen auf Basis echter Daten.
Passend dazu: Die besten Online-Training-Apps 2026 und Die beste Plattform für Online-Personal-Trainer 2026.
Häufig gestellte Fragen
Welche Tools brauche ich für Online-Trainingspläne?
Wie oft passe ich den Plan eines Online-Kunden an?
Wie viele Einheiten pro Woche gehören in einen Online-Plan?
Was kostet Online-Coaching in der Schweiz im Vergleich zu Personal Training vor Ort?
Wie liefere ich den Plan am besten aus?
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