Personal Trainer App für Präsenztraining in der Schweiz

Viele Trainer-Apps sind für Online-Coaching gebaut, viele Studiosysteme für den Empfang. Was ein Personal Trainer in Zürich, Bern oder Basel mit 1:1 Präsenztraining wirklich braucht, wie Schweizer Kunden zahlen und wann Studiosoftware die bessere Wahl ist.

Trainera Team
October 12, 2026
6 Min. Lesezeit
Personal Trainer App für Präsenztraining in der Schweiz
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Was eine App für 1:1 Präsenztraining leisten muss

Wer als Personal Trainer in der Schweiz Kunden vor Ort betreut, braucht eine App für drei Dinge: den Plan, den du auf der Trainingsfläche durchziehst, das Training des Kunden zwischen den Terminen und den Überblick, wer wie zahlt. Gerade der letzte Punkt ist hier gemischt: Vor Ort wurden 2025 laut Zahlungsmittelumfrage der SNB 37 % der Transaktionen per Debitkarte und 30 % bar bezahlt. Raumbuchung, Kurskarten und Empfang sind eine andere Aufgabe, dafür gibt es Studiosoftware.

Die Trennung zählt, weil viele Tools nur eine Seite bedienen. Online-Coaching-Apps gehen davon aus, dass du den Kunden nie siehst. Studiosysteme gehen von Empfang und Kursplan aus. Wer pro Woche zehn bis zwanzig Leute im Studio, in einem gemieteten Raum oder bei ihnen zu Hause trainiert, steht dazwischen.

Warum Präsenztrainer beim falschen Tool landen

Das Muster ist bekannt: Plan im Notizbuch, Fortschritt im Kopf, Zahlungen im E-Banking, Nachrichten verteilt auf WhatsApp und SMS. Mit fünf Kunden geht das, mit fünfzehn weisst du nicht mehr, wer letzten Dienstag was gemacht hat. Die übliche Lösung geht dann in eine von zwei falschen Richtungen:

  • Ein grosses Studiosystem, gekauft wegen des Kalenders, das dann Abos, Kasse und Kursbuchung verrechnet, die du nie brauchst.
  • Eine Online-Coaching-App, die annimmt, dass jeder allein trainiert und per Karte zahlt. Barzahler und deine Termine finden darin keinen Platz.

Bevor du vergleichst, schreib auf, wie deine Woche wirklich aussieht. Diese Liste ist deine Einkaufsliste.

Was die App über eine normale Woche abdecken sollte

Vor der ersten Einheit

Ein Fragebogen zu Zielen, Verletzungen, Erfahrung und Zeitfenstern, damit die erste Stunde Bewegung ist und kein Papierkram. In der Schweiz gilt dabei: Gesundheitsangaben sind nach dem revidierten Datenschutzgesetz besonders schützenswert, eine allfällige Einwilligung muss ausdrücklich sein (revDSG, Fedlex). Frag nur, was du fürs Training brauchst. Du bist für diese Daten verantwortlich.

In der Einheit

Der Plan auf Handy oder Tablet mit Sätzen, Wiederholungen, Pausen und deinen Notizen.

Zwischen den Einheiten

Hier gehen beim Präsenztraining die meisten Resultate verloren. Wen du zweimal pro Woche siehst, der ist fünf Tage allein. Er braucht Hausaufgaben, vielleicht einen Ernährungsplan oder ein paar Gewohnheiten, und einen Weg, dich etwas zu fragen, ohne dich um 22 Uhr anzurufen.

Fortschritt

Gewichte, Umfänge, Fotos und absolvierte Workouts an einem Ort, damit das Gespräch über Fortschritte auf Daten beruht.

Zahlungen

Manche zahlen bar nach der Stunde, manche monatlich per Karte, manche kaufen ein Programm. Die App sollte diese Mischung abbilden.

So sieht das in Trainera aus

Trainera ist eine Software für Personal Trainer und Online-Coaches mit einer gratis Kunden-App für iOS und Android.

  • Pläne: Trainings- und Ernährungspläne aus über 1'800 Übungen mit Video und über 1'100 Rezepten, oder aus eigenen Übungen.
  • Fragebögen: in jedem Trainer-Tarif, auch im Gratis-Tarif. Der Fragebogen geht also vor der ersten Stunde raus.
  • Bezahlmodelle: Request only (Preis wird ausserhalb vereinbart), Monthly subscription (Karte, mit Apple Pay und Google Pay), Plan-based und Cash payments. Mit Cash payments legst du Kunden manuell an und erfasst Barzahlungen, gedacht genau fürs Präsenztraining.
  • Kunden-App: Jeder Kunde, auch der Barzahler, bekommt Plan, Workout-Protokoll, Check-ins, Habits und Chat mit dir.
  • Gefunden werden: Im Trainer-Marktplatz suchen Kunden nach Trainern in ihrer Nähe.

Wie du steuerst, ob Kunden jedes Workout jederzeit oder nur am geplanten Tag starten, vergleichen wir in alle Workouts frei oder nur geplante. TWINT, QR-Rechnung oder eBill bietet Trainera nicht an; wer so kassiert, macht das über die eigene Bank oder den Zahlungsanbieter.

Was du brauchstWorauf du bei jeder App achtestIn Trainera
Anamnese vor Einheit einseigene Fragebögen, EinwilligungFragebögen in jedem Tarif
Plan für die EinheitSätze, Wiederholungen, Pausen, NotizenTrainingspläne mit Übungsvideos
Hausaufgabengratis Kunden-App mit Plangratis App für iOS und Android
BarzahlerZahlungen ohne Kartenabwicklung erfassenCash payments
Kartenzahlermonatliche BelastungMonthly subscription, Apple Pay, Google Pay
TWINT, QR-Rechnungläuft das in der App oder ausserhalb?ausserhalb, über deine Bank
Kunden aus der UmgebungSuche nach OrtTrainer-Marktplatz

Was es kostet und was du verlangen kannst

Die Trainer-Tarife richten sich nach der Zahl aktiver Kunden, auf trainera.fit/pricing für die Schweiz: Free CHF 0 (3 Kunden), Starter CHF 19.90 (10), Pro CHF 49.90 (30), Business CHF 99 (75) pro Monat, jährlich etwa das Zehnfache. Details auf der Preisseite. Bei den meisten Solo-Trainern begrenzt die Zahl der Stunden pro Woche die Kundenzahl lange vor dem Tarif.

Zur Einordnung, was Präsenztraining in der Schweiz kostet (Richtwerte des St. Galler Anbieters kenbuser.ch, 2026):

StadtCHF pro 60 Min.10er-Paket
Zürich150-3001'300-2'500
Basel130-2501'100-2'000
Bern120-2201'000-1'800
Luzern / Winterthur110-200950-1'700
St. Gallen100-180850-1'500

Beispiel: Bei 15 Präsenzkunden in Winterthur kostet ein Monat Trainera Pro (CHF 49.90) weniger als die Hälfte einer einzigen Stunde am unteren Ende dieser Spanne. Mehr in Personal Trainer Kosten nach Stadt.

Wann Studiosoftware besser passt

Für manche Betriebe ist eine Trainer-App das falsche Werkzeug. Nimm Studiosoftware, wenn du Kurse mit Platzbuchung gibst, ein Empfang Check-ins macht und Abos oder 10er-Abos verkauft, mehrere Trainer sich Räume teilen oder der Grossteil des Umsatzes aus Abos statt Einzelbetreuung stammt. Dafür sind Mindbody und ähnliche Systeme gebaut; in der Schweiz gibt es auch Anbieter wie SportsNow mit QR-Rechnung und TWINT. Einen Überblick gibt unser Artikel zu den besten Mindbody-Alternativen. Trainera hat ebenfalls Studio-Tarife ab CHF 129 pro Monat mit Dashboard und QR-Check-in, aber als einzelner Trainer brauchst du das nicht. Ein einfacher Test: Würdest du den Kursplan am ersten Tag löschen, bist du kein Kunde für Studiosoftware.

Typische Fehler beim Umstieg

  • Alle auf einmal umstellen: Fang mit zwei, drei Kunden an, die dir ehrlich sagen, was hakt.
  • App nur ausserhalb der Stunde: Öffne den Plan im Training. Sieht der Kunde die App nie in deiner Hand, öffnet er sie zu Hause auch nicht.
  • Keine Hausaufgaben: Zeigt die App nur gemeinsame Termine, hat der Kunde an fünf Tagen nichts zu tun.
  • Bargeld ohne Erfassung: Am selben Tag eintragen. So weisst du am Monatsende, wer im Rückstand ist, ohne peinliches Nachfragen.
  • Preiserhöhung in derselben Woche: Führ die App als Teil des Service ein und denk getrennt über Preise nach.

Erste Woche zum Nachmachen

  • Konto anlegen und einen Plan für deinen häufigsten Kundentyp bauen
  • Den Fragebogen mit Einwilligungstext an zwei bestehende Kunden schicken
  • Pläne zuweisen und ein bis zwei Hausaufgaben-Workouts ergänzen
  • Pro Kunde ein Bezahlmodell wählen: Cash payments für Barzahler, Monthly subscription für Kartenzahler
  • Nach zwei Wochen fragen, was wirklich genutzt wurde, dann die übrigen umziehen

Steht die geschäftliche Seite noch nicht, hilft die Checkliste zum Personal Trainer Business; als Selbständiger in der Schweiz gehört dazu die Anmeldung bei der Ausgleichskasse (BSV). Willst du neben Präsenzkunden auch online betreuen, lies über das hybride Personal Training. Wie Pläne, Barzahlung und gratis Kunden-App zusammenspielen, zeigt die Seite Trainera für Personal Trainer.

Häufig gestellte Fragen

Welche App passt für Personal Trainer mit Präsenztraining?

Eine, die den Plan für die Einheit hält, dem Kunden Hausaufgaben für die Tage dazwischen gibt und festhält, wie er zahlt, auch bar. Hast du Kurse, einen Empfang oder mehrere Trainer, passt Studiosoftware besser.

Kann ich eine Trainer-App nutzen, wenn Kunden bar zahlen?

Ja. In Trainera wählst du das Modell Cash payments, legst Kunden manuell an und erfasst die Barzahlungen. Der Kunde bekommt trotzdem die gratis App mit seinem Plan.

Müssen meine Kunden für die App zahlen?

Nein. Die Kunden-App ist für iOS und Android gratis, und deine Kunden bekommen die Funktionen, die dein Trainer-Tarif enthält.

Wie zahlen Kunden in der Schweiz vor Ort am häufigsten?

Laut Zahlungsmittelumfrage der SNB (2025) liefen vor Ort 37 % der Transaktionen per Debitkarte, 30 % bar, 17 % über Bezahl-Apps und 13 % per Kreditkarte. Eine Trainer-App sollte deshalb Bargeld und Karte nebeneinander abbilden.

Lohnt sich Studiosoftware für einen Personal Trainer ohne Team?

Meist nur, wenn dein Geschäft von Buchungen, Kursen und einem Empfang lebt. Für 1:1 Training brauchst du Pläne, Notizen, Fortschritt und Zahlungen; das deckt eine Trainer-App ab, ohne dass du für Kursbuchung und Empfang zahlst.

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