Skool-Alternative für Fitness-Coaches in der Schweiz
Skool und Circle sind gebaut, um Community-Zugang öffentlich zu verkaufen. Coachst du deine Mitglieder schon persönlich, ist eine private Community in deiner Trainings-App oft einfacher. Mit Preisen, Gebühren und dem Schweizer Blick auf MWST und Datenschutz.

Braucht ein Fitness-Coach in der Schweiz überhaupt Skool?
Die Antwort hängt an einer Frage: Wer sitzt in deiner Community? Willst du einen Kurs oder eine bezahlte Gruppe an Leute verkaufen, die dich über Instagram oder YouTube finden, sind Skool und Circle genau dafür da. Bestehen die Mitglieder dagegen aus Kunden, denen du schon Pläne schreibst, ist eine private Community direkt in deiner Coaching-App meist die schlankere Lösung. Laut kenbuser.ch (2026) ist Online-Coaching in der Schweiz oft 20 bis 40 % günstiger als Training vor Ort; jede zusätzliche Abo- und Transaktionsgebühr schmälert diese Marge spürbar.
Unten findest du beide Wege im fairen Vergleich, die veröffentlichten Preise, den Schweizer Blick auf MWST und Datenschutz und am Schluss eine kurze Entscheidungsliste.
Wo Skool und Circle ihre Stärken haben
Beide sind Community-Plattformen für Creator. Du eröffnest eine Gruppe, setzt einen Preis oder lässt sie gratis, und wer dich findet, tritt bei. Das funktioniert dann gut, wenn die Community selbst das Produkt ist:
- Du verkaufst ein Programm an Menschen, die du nie persönlich betreuen wirst.
- Dein Publikum kommt aus einem Podcast, von YouTube oder Instagram und soll an einem Ort zusammenkommen.
- Eine kostenlose Gruppe ist dein Einstieg, das Coaching verkaufst du erst später.
- Es geht um mehr als Training, etwa eine Business-Gruppe für andere Coaches.
Für diese Fälle ist eine allgemeine Plattform kein Kompromiss. Mighty Networks gehört übrigens in dieselbe Kategorie: eine Community-Plattform, kein Coaching-Werkzeug.
Warum eine allgemeine Plattform bei Coaching-Kunden hakt
Heikel wird es, sobald die Mitglieder deine eigenen Kunden sind, also Leute, deren Check-ins du jede Woche liest.
Keine Trainingsdaten im Feed
Skool und Circle sehen nicht, dass eine Kundin in Bern am Dienstag eine neue Bestleistung im Kreuzheben geschafft hat oder dass ein Kunde aus Winterthur drei Einheiten verpasst hat. Jeden Erfolg musst du selbst entdecken und von Hand posten. Erfahrungsgemäss wird der Feed genau dann still, wenn du am meisten zu tun hast.
Eine App zu viel
Workouts und Check-ins laufen in der einen App, für die Community müsste der Kunde eine zweite öffnen. Ein Teil macht das. Wer abdriftet, ist aber oft genau der Kunde, den du halten möchtest.
Zweimal zahlen
Deine Coaching-Software bezahlst du ohnehin. Eine Community-Plattform kommt als zweites Abo dazu, und bei Skool und Circle fällt auf jeden Verkauf über die Plattform eine Gebühr an. Verkaufst du dort, ist das fair. Zahlen deine Kunden ihr Coaching schon anderswo, ist es doppelt.
Preise und Gebühren: was du in Franken rechnen musst
Skool und Circle veröffentlichen ihre Preise in US-Dollar; die Tabelle zeigt sie so, wie die Anbieter sie angeben. Trainera zeigt Schweizer Besuchern CHF-Preise. Tarife ändern sich, prüf also immer die Preisseite des Anbieters.
| Plattform und Tarif | Preis | Gebühr auf Verkäufe | Trainingsdaten |
|---|---|---|---|
| Skool Hobby | $9 pro Monat | 10 % | Nein |
| Skool Pro | $99 pro Monat | 2,9 % | Nein |
| Circle (drei Tarife) | $89, $199 oder $419 pro Monat, jährlich bezahlt | 2 % bis 0,5 %, je nach Tarif | Nein |
| Circle Plus | Auf Anfrage | Bei Circle erfragen | Nein |
| Mighty Networks | Siehe Preisseite | Siehe Preisseite | Nein |
| Trainera Pro (Trainer) | CHF 49.90 pro Monat, bis 30 Kunden | Keine, die Community verkauft keinen Zugang | Community in der Kunden-App |
| Trainera Business (Trainer) | CHF 99 pro Monat, bis 75 Kunden | Keine | Community plus Online-Kurse |
Die Gebührenspalte vergleicht zwei verschiedene Dinge. Skool und Circle verdienen mit, wenn Mitglieder über sie zahlen. Die Trainera-Community ist kein Verkaufskanal für Fremde, sondern Teil der Software, die deine Kunden schon nutzen, und der Preis deckt Pläne, Check-ins, Gewohnheiten und Chat mit ab. Die Preise für dein Land siehst du auf der Preisseite, für die Schweiz ab CHF 19.90 pro Monat (Starter). Eine eigene gebrandete App gibt es bei Circle nur mit Circle Plus; Trainera-Kunden nutzen die kostenlose App für iOS und Android.
Einen breiteren Überblick gibt der Preisvergleich für Fitness-Software 2026 mit 30 Plattformen.
Schweizer Sicht: MWST, Franken und Gesundheitsdaten
Zwei Punkte unterscheiden die Rechnung für Coaches in der Schweiz von jener in Deutschland.
MWST: Steuerpflichtig wirst du erst ab CHF 100'000 weltweitem Umsatz aus steuerbaren Leistungen pro Jahr (ESTV, Grundsätze der Mehrwertsteuer). Liegst du darüber, rechnest du den Normalsatz von 8,1 % ab (ESTV Steuersätze). Laut ESTV-Praxis sind Fitness- und Krafttrainingskurse zum Normalsatz steuerbar. Wenn du Kurse oder Gruppen in US-Dollar verkaufst, behalte Umsatz und Gebühren in Franken im Blick. Keine Rechts- oder Steuerberatung, Stand Oktober 2026: prüf deinen Fall mit einem Treuhänder oder der ESTV.
Datenschutz: Seit dem 1. September 2023 gilt das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG). Daten über die Gesundheit sind besonders schützenswert, und wer dafür eine Einwilligung braucht, muss sie ausdrücklich einholen (revDSG auf fedlex.admin.ch). Eine Kunden-Community sollte deshalb privat sein: nur deine Kunden, deine Regeln, und Fragen zu Verletzungen oder Medikamenten gehören in den Einzelchat, nicht in den Feed. Als Coach bist du Verantwortlicher für die Daten deiner Kunden.
Wie eine Community an den Trainingsdaten aussieht
Als Beispiel dient die Trainera-Community, weil wir sie kennen. Sie liegt in derselben App wie Plan und Check-ins, im Web, auf iOS und Android, in 26 Sprachen. Für Coaching-Kunden zählen vor allem diese Punkte:
- Ranglisten und Challenges auf Basis der Workouts und Gewohnheiten, die deine Kunden ohnehin in der App erfassen.
- Automatische Posts zu Bestleistungen und Meilensteinen, damit Erfolge sichtbar werden, ohne dass du sie abtippst.
- Geplante Posts für wiederkehrende Impulse wie ein Montagsziel.
- Moderation durch dich und dein Team, damit der Feed privat und sachlich bleibt.
Bei den Trainer-Tarifen ist die Community ab Pro dabei. Ab Pro kannst du Live-Streams für deine Kunden einrichten, ab Business Online-Kurse erstellen und deinen eigenen Kunden zuweisen. Mehr dazu auf der Seite Trainera Community.
Wann Skool oder Circle die richtige Wahl bleibt
- Du verkaufst ein Programm öffentlich, und die meisten Mitglieder werden nie Einzelkunden.
- Leute sollen dich finden und ohne Erstgespräch beitreten können.
- Das Thema geht über Training hinaus, zum Beispiel eine Mastermind-Gruppe für Coaches.
- Du willst eine eigene gebrandete Community-App, und dein Budget reicht für Circle Plus.
Treffen zwei dieser Punkte zu, bleibst du besser bei Skool oder Circle.
Wann die Community zum Coaching gehört
- Jedes Mitglied ist zahlender Kunde mit einem Plan von dir.
- Erfolge sollen erscheinen, ohne dass du sie selbst schreibst.
- Deine Kunden öffnen schon eine App kaum täglich.
- Die Gruppe soll standardmässig privat sein.
- Deine Kunden sprechen verschiedene Sprachen, etwa Deutsch, Französisch und Italienisch, und nutzen die App in ihrer eigenen.
Dann ist die Community Teil des Coachings, so wie das Check-in-Formular. Wer bei null beginnt, findet Regeln und Ablauf für die erste Woche in Online-Community für Coaching-Kunden aufbauen.
Beides kombinieren
Für viele Coaches ist eine Aufteilung sinnvoll. Beispiel: Eine Coachin aus Luzern führt eine kostenlose Gruppe auf Skool für ihr Instagram-Publikum. Wer ein Coaching bucht, wechselt in die private Community in der Coaching-App, wo es um das eigene Training geht. Die Regel dabei: Infos für Kunden stehen nur dort, wo die Kunden sind, nie doppelt.
Umzug von Skool oder Circle in sechs Schritten
- Trenn die echten Coaching-Kunden vom restlichen Publikum. Alle anderen bleiben in der alten Gruppe.
- Leg diese Kunden in deinem Coaching-Account an und schick jedem eine Einladung.
- Formulier die Regeln neu, heft sie an und setz zwei, drei Beiträge ab, damit der Feed am ersten Tag nicht leer ist.
- Kündige in der alten Gruppe ein Datum an, ab dem Kunden-Infos nur noch am neuen Ort erscheinen.
- Antworte in der ersten Woche selbst auf jeden Post.
- Archivier den Kundenbereich auf der alten Plattform nach einigen Wochen oder wechsle in einen kleineren Tarif.
Ziehst du gleich das ganze Coaching um, erklärt kostenlos zu Trainera wechseln den Ablauf. Ideen für den ersten Monat liefern die Fitness-Challenge- und Ranglisten-Ideen, und falls eine eigene App Thema ist, hilft eigene App im App Store oder gebrandete gemeinsame App.
Fünf Fragen für deinen Entscheid
- Wer sind die Mitglieder: Fremde, die für Zugang zahlen, oder Kunden, die du coachst?
- Sollen Erfolge aus echten Workouts automatisch gepostet werden?
- Wie viele Apps öffnen deine Kunden wirklich täglich?
- Was kostet dich die Gebühr in Franken? Bei Skool Hobby 10 % jedes Verkaufs, bei Skool Pro 2,9 %, bei Circle 2 % bis 0,5 %.
- Passt eine Aufteilung mit öffentlicher Gruppe für das Publikum und privater Gruppe für Kunden?
Du willst eine private Community direkt neben den Workouts und Check-ins deiner Kunden? So funktioniert die Trainera Community.
Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich Skool für Fitness-Coaches in der Schweiz?
Was kostet Skool im Vergleich zu Circle?
Muss ich auf Community- oder Kursverkäufe in der Schweiz MWST abrechnen?
Kann ich Mitglieder aus Skool oder Circle in Trainera übernehmen?
Welcher Trainera-Tarif enthält die Community?
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