Eigene Studio-App oder gebrandete App? White Label Schweiz

Hinter dem Wort White Label stecken zwei Produkte: dein Logo in der App eines Anbieters oder eine eigene App unter deinem Namen in App Store und Google Play. Was beides für ein Schweizer Fitnesscenter bedeutet, was der Datenschutz verlangt und welche Fragen du vor der Unterschrift stellst.

Trainera Team
October 12, 2026
8 Min. Lesezeit
Eigene Studio-App oder gebrandete App? White Label Schweiz
White-Label-App FitnesscenterMitglieder-AppApp StoreGoogle PlayFitnesscenter Software Schweiz

Hol dir in 60 Sekunden deinen kostenlosen KI-Trainings- und Ernährungsplan

Kurz gesagt: White Label steht für zwei verschiedene Produkte

Laut der Eckdatenstudie 2026 von swiss active boten 2025 87,6 % der Schweizer Fitnesscenter digitale Zusatzleistungen wie Apps an. Wer eine Mitglieder-App sucht, stösst schnell auf das Wort White Label, und das meint zwei Dinge. Bei einer gebrandeten gemeinsamen App laden Mitglieder die App des Anbieters und sehen nach dem Beitritt dein Logo und deine Farben. Bei einer eigenen Store-App laden sie eine App, die unter dem Namen deines Studios in App Store und Google Play steht, mit deinem Icon und Push-Nachrichten unter deiner Marke.

Die gemeinsame App ist schneller live, günstiger und braucht nichts von Apple oder Google. Die eigene App braucht Entwicklerkonten, Store-Prüfung und laufende Updates, deshalb kostet sie mehr. Klär vor jeder Offerte, welche Variante gemeint ist.

Zwei Begriffe sauber trennen

Funktional sind beide Modelle oft gleich, veröffentlicht werden sie verschieden.

  • Gebrandete gemeinsame App: Der Anbieter veröffentlicht die App unter seinem Namen, nach dem Login schaltet sie auf Logo, Farben und Inhalte deines Studios um.
  • Eigene Store-App (native White-Label-App): eine separate App auf der Plattform des Anbieters, aber als deine App veröffentlicht, mit eigenem Namen, Icon, Screenshots und Beschreibung.

Eine komplett selbst entwickelte App ist eine andere Entscheidung mit anderem Budget, siehe White Label oder eigene Fitnessstudio-App entwickeln. Hier geht es um die zwei Varianten, die Anbieter meistens meinen.

Was sich für dich und deine Mitglieder ändert

Den Unterschied sieht man im Store, auf dem Homescreen und in der Arbeit hinter jedem Release, nicht im Buchungsbildschirm.

PunktGebrandete gemeinsame AppEigene Store-App
Suche im StoreName der Anbieter-AppName deines Studios
Icon auf dem HomescreenIcon des AnbietersDein Icon
In der AppDein Logo, deine Farben, deine InhalteDein Logo, deine Farben, deine Inhalte
Push-NachrichtenAus der Anbieter-AppUnter deiner Marke
Entwicklerkonten bei Apple und GoogleNicht nötigNötig (deine oder die des Anbieters)
Store-PrüfungEine Anbieter-App für alleDeine App bei jedem Release
Zeit bis zum StartSobald dein Konto stehtLänger: Build, Eintrag, Prüfung
Bewertungen im StoreGehören zur Anbieter-AppGehören zu deiner App
Übliche KostenIm BasistarifHöherer Tarif, Zusatzoption, Einrichtungsgebühr oder Offerte

Was eine eigene Store-App verlangt

Eine App unter deinem Namen braucht ein Herausgeberkonto in beiden Stores, einen vollständigen Eintrag, die Prüfung durch Apple und Google und jemanden, der sie aktuell hält. Ein guter Anbieter übernimmt das meiste, du solltest aber wissen, was in deinem Namen passiert.

Entwicklerkonten

Apple veröffentlicht über das Apple Developer Program, Google über die Google Play Console. Beide verlangen eine Registrierungsgebühr, und ein Unternehmenskonto braucht meist eine Firmenprüfung, bei Apple etwa eine D-U-N-S-Nummer. Laut Apples App Review Guidelines sollen Apps aus Vorlagen oder App-Baukästen von dem Unternehmen eingereicht werden, das die Inhalte liefert. Manche Anbieter bitten deshalb das Studio, ein eigenes Konto zu eröffnen und sie als Teammitglied aufzunehmen, andere veröffentlichen über ihr eigenes Konto.

Der Store-Eintrag

Nötig sind App-Name, Icon, Screenshots, Beschreibung, Support-Kontakt, Datenschutzerklärung und die Datenschutzangaben beider Stores (App Privacy bei Apple, Abschnitt Datensicherheit bei Google Play). Für ein Studio in Biel, Freiburg oder Lugano kommt die Sprachfrage dazu: Die Trainera-App selbst gibt es in 26 Sprachen, darunter Deutsch, Französisch und Italienisch. In welchen Sprachen Beschreibung und Screenshots im Store erscheinen, klärst du mit dem Anbieter.

Prüfung und Updates

Jede neue Version einer nativen App geht durch die Store-Prüfung. Inhalte vom Server wie Kursplan, Pakete, Pläne und Nachrichten ändern sich sofort ohne neues Release. Neue Funktionen, Designänderungen und Anpassungen an neue iOS- und Android-Versionen brauchen einen neuen Build. Frag, wie oft der Anbieter Updates in alle Kunden-Apps bringt und wer sich um Ablehnungen kümmert.

Datenschutz: was das revDSG für deine App heisst

In der Schweiz gilt seit dem 1. September 2023 das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG). Für eine Mitglieder-App sind vier Punkte wichtig. Das Studio ist Verantwortlicher für die Daten seiner Mitglieder. Bei der Beschaffung musst du informieren (Art. 19), was in der Praxis eine Datenschutzerklärung bedeutet, die auch im Store-Eintrag verlinkt ist. Daten über die Gesundheit gelten als besonders schützenswert (Art. 5), etwa Verletzungen oder Gewicht im Gesundheitskontext. Und ein Software-Anbieter darf als Auftragsbearbeiter Daten nur so bearbeiten, wie du es selbst dürftest (Art. 9).

Bei Datenbekanntgaben ins Ausland braucht es einen angemessenen Schutz oder geeignete Garantien (Art. 16). Seit dem 15. September 2024 gilt das Swiss-U.S. Data Privacy Framework, laut Bundesrat sind Bekanntgaben an zertifizierte US-Unternehmen damit ohne zusätzliche Garantien möglich. Ob das für deinen Anbieter gilt, klärst du im Vertrag. Diese Hinweise sind keine Rechtsberatung, Stand Oktober 2026. Prüf deine Pflichten mit einer Fachperson oder beim EDÖB.

Warum die eigene App mehr kostet

Der Anbieter pflegt eine App pro Kunde statt einer App für alle. Bei der gemeinsamen App erreicht ein Release alle Studios gleichzeitig. Bei eigenen Apps baut, signiert, reicht ein und überwacht er für jeden Kunden eine separate App in zwei Stores. Deshalb steckt die eigene Store-App meist in einem höheren Tarif, kostet eine Einrichtungsgebühr oder gibt es nur auf Anfrage. Übliche Preismodelle findest du in was eine White-Label-Fitness-App wirklich kostet und im Preisindex Fitness-Software 2026, erstellt nach der Methode in so vergleichen wir Fitness-Software.

Prüf beim Vergleich vier Punkte: Ist die Store-App enthalten oder eine Zusatzoption? Gibt es eine Einrichtungsgebühr? Wer zahlt die Entwicklerkonten? Was passiert bei einer Kündigung mit der App?

Was Mitglieder merken

In der App merken die meisten keinen Unterschied: Beide zeigen dein Logo, deine Farben, Kursplan und Mitgliederkarte. Der Unterschied liegt rundherum.

  • Finden: Bei der gemeinsamen App schickst du einen Link oder nennst den Anbieternamen, bei der eigenen suchen Mitglieder nach deinem Studio.
  • Homescreen: das Icon des Anbieters oder deins.
  • Benachrichtigungen: Kurserinnerung aus der Anbieter-App oder von deinem Studio.
  • Vertrauen: Manche zögern bei einer App mit unbekanntem Namen, anderen ist es egal, solange die Buchung klappt.

Für wen was passt

Entscheide danach, was dir die Präsenz im Store wert ist, nicht nach der Funktionsliste. Die gemeinsame App passt zu Studios mit einem Standort, zu Inhabern, die schnell starten wollen, und wenn die App nicht der wichtigste Markenkontakt ist. Sie passt weniger zu Ketten und Premium-Clubs, deren Mitglieder den Club im Store unter seinem Namen suchen.

Die eigene Store-App passt zu Studios mit mehreren Standorten, zu Marken, die ihre App aktiv bewerben, und zu Inhabern, die Bewertungen unter eigenem Namen wollen. Sie passt weniger, wenn du bald wechseln willst, keine Entwicklerkonten auf deinen Namen möchtest oder das Budget besser in Training und Marketing fliesst. Beispiel: Ein Studio in St. Gallen mit einem Standort startet mit der gebrandeten App und wechselt später auf die eigene, wenn ein zweiter Standort dazukommt.

Checkliste vor der Unterschrift

Stell diese Fragen schriftlich. Die Antworten zeigen, was du kaufst und was dir beim Wechsel bleibt.

FrageWarum sie zählt
Erscheint die App unter dem Namen meines Studios im Store, oder ist es eure App mit meinem Branding?Der Kernunterschied hinter allen anderen Antworten.
Auf wessen Entwicklerkonto liegt der Eintrag?Davon hängt ab, wer Eintrag und Bewertungen kontrolliert.
Wer übernimmt Einreichung, Prüfung und Ablehnungen?Die Store-Prüfung ist laufende Arbeit.
Wie oft kommen Updates, und folgt die App neuen iOS- und Android-Versionen?Ohne Updates funktioniert eine App irgendwann nicht mehr.
Kommen Push-Nachrichten unter meiner Marke?Benachrichtigungen sehen Mitglieder am häufigsten.
Wo werden die Daten bearbeitet, und gibt es einen Auftragsbearbeitungsvertrag?Grundlage: revDSG, Art. 9 und 16.
Enthalten, Zusatzoption oder Einrichtungsgebühr? Wer zahlt die Store-Gebühren?Hier unterscheiden sich Offerten am stärksten.
Was passiert beim Wechsel mit App, Eintrag und Mitgliederdaten?Ausstiegsregeln lassen sich später kaum verhandeln.

Anbieter mit eigenen Mitglieder-Apps im Vergleich findest du unter beste White-Label-App für Fitnessstudios 2026.

Wie Trainera beide Varianten anbietet

Bei Trainera entscheidet der Tarif, welches Modell du bekommst.

  • Gym Core: Mitglieder nutzen die Trainera-App in deinen Farben und mit deinem Logo, mit digitaler Mitgliederkarte und QR-Check-in, Trainings- und Ernährungsplänen, Nachrichten und einem Community-Feed nur für Mitglieder. Core startet mit einer 7-tägigen Testphase.
  • White Label und Studio: eigene iOS- und Android-Apps unter deinem Namen. Trainera übernimmt Einreichung und Prüfung in den Stores, Push-Nachrichten kommen unter deiner Marke. Studio enthält dazu Community Plus und Automations.
  • Trainer: Wie Trainer ihr Kundenerlebnis branden, steht in White-Label-Fitness-App für Trainer.
Studio-Tarif (Schweiz)Mitglieder-AppPreis pro Monat
Gym CoreTrainera-App in deinen Farben und mit deinem LogoCHF 129
White LabelDeine eigene App in App Store und Google PlayCHF 239
StudioEigene App plus Community Plus und AutomationsCHF 279

Preise ab CHF 129 pro Monat auf trainera.fit/pricing für die Schweiz, jährlich das Zehnfache des Monatspreises. Drei Trainer sind enthalten, jeder weitere kostet CHF 16 pro Monat. Gym Core hat unbegrenzt viele Mitglieder ohne Gebühr pro Mitglied. Automations gibt es für Core und White Label als Add-on für CHF 32 pro Monat. Andere Länder haben eigene Preise auf der Preisseite.

Trainera passt nicht, wenn du eine komplett selbst entwickelte App mit Funktionen brauchst, die keine Plattform bietet. Alle Bildschirme nach Rolle zeigt Trainera für Fitnessstudios: Core oder White Label.

Beide Varianten der Mitglieder-App siehst du auf der Seite Trainera für Fitnessstudios, oder starte die 7-tägige Core-Testphase.

Weiterlesen

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine White-Label-Fitness-App?

Software eines Anbieters, die ein Studio oder Trainer unter eigener Marke anbietet. Es gibt zwei Formen: eine gemeinsame App, die nach dem Login dein Logo und deine Farben zeigt, und eine eigene App, die unter deinem Namen in App Store und Google Play steht. Frag vor jedem Preisvergleich, welche gemeint ist.

Ist eine gebrandete App dasselbe wie eine White-Label-App?

Nicht immer. Manche Anbieter nennen auch eine gemeinsame App mit deinem Logo White Label, obwohl Mitglieder sie unter dem Namen des Anbieters laden. Eine eigene App steht im Store unter Name und Icon deines Studios. Innen sehen beide oft gleich aus, der Unterschied liegt im Store, auf dem Homescreen und bei den Push-Nachrichten.

Was gilt beim Datenschutz für eine Studio-App in der Schweiz?

Das Studio ist für die Daten seiner Mitglieder verantwortlich. Das revDSG verlangt eine Information bei der Beschaffung (Art. 19), Gesundheitsdaten sind besonders schützenswert (Art. 5), und Software-Anbieter dürfen Daten als Auftragsbearbeiter nur so bearbeiten, wie es das Studio selbst dürfte (Art. 9). Prüf das mit einer Fachperson.

Was passiert mit meiner App, wenn ich den Anbieter wechsle?

Das hängt davon ab, auf wessen Entwicklerkonto der Eintrag liegt und wem der Code gehört. Liegt er auf deinem Konto, bleiben meist Name, Eintrag und Bewertungen, die App läuft aber auf dem Code des Anbieters, ein neuer Anbieter muss also eine neue Version liefern. Liegt er beim Anbieter, geht er meist mit ihm. Lass dir die Ausstiegsregeln schriftlich geben.

Was kostet White Label bei Trainera in der Schweiz?

Auf trainera.fit/pricing für die Schweiz kostet Gym Core CHF 129 pro Monat (Trainera-App in deinen Farben und mit deinem Logo), White Label CHF 239 (eigene iOS- und Android-App unter deinem Namen, von Trainera veröffentlicht) und Studio CHF 279. Jährlich zahlst du das Zehnfache des Monatspreises. Core startet mit einer 7-tägigen Testphase.

Setze das mit Trainera in die Praxis um

Hol dir in 60 Sekunden deinen kostenlosen KI-Trainings- und Ernährungsplan

1800+ Übungen, Wearables und Fortschrittstracking, kostenlos und ohne Karte. Den KI-Food-Scan gibt es mit Premium. Trainiere allein oder mit einem zertifizierten Coach.

Diesen Artikel teilen