Sport in der Schwangerschaft: sichere Übungen pro Trimester
Bewegung tut in einer gesunden Schwangerschaft gut. Hier findest du passende Übungen für jedes Trimester, einen sanften Einstieg für Anfängerinnen, was du besser lässt, wann du sofort aufhörst und was Begleitung in der Schweiz kosten kann.

Hol dir in 60 Sekunden deinen kostenlosen KI-Trainings- und Ernährungsplan
Darfst du schwanger Sport treiben?
Ja. In den meisten gesunden Schwangerschaften mit tiefem Risiko ist Bewegung nicht nur erlaubt, sondern gut für dich und dein Baby, sobald deine Ärztin oder Hebamme einverstanden ist. Du musst dich dafür nicht verausgaben: Regelmässig und angenehm reicht.
Wer in der Schweiz mit Anleitung trainieren möchte, findet sie oft im Fitnesscenter: 68,6 % der Center boten 2025 Personal Training an (swiss active, Eckdatenstudie 2026). Frag dort nach Erfahrung mit Schwangerschaftstraining.
Was Bewegung in der Schwangerschaft bringt
Sanfte, regelmässige Bewegung während der Schwangerschaft hilft im Alltag. Sie kann Rückenschmerzen lindern, die Energie erhalten, den Schlaf verbessern und die Stimmung heben. Laut dem NHS zu Sport in der Schwangerschaft unterstützt sie eine gesunde Gewichtszunahme, kann das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes und Bluthochdruck senken und bereitet den Körper auf Geburt und Erholung vor.
Es geht nicht darum, eine Figur zu halten. Es geht darum, dass du dich stark und wohl fühlst, während dein Körper Grosses leistet.
Vorher mit Ärztin oder Hebamme reden
Bevor du eine Trainingsroutine beginnst oder weiterführst, sprich kurz mit deiner Ärztin oder Hebamme. Das ist keine Warnung, sondern der vernünftige erste Schritt, denn jede Schwangerschaft verläuft anders. Probleme mit der Plazenta, frühere Frühgeburten oder Bluthochdruck können bedeuten, dass du manche Aktivitäten anpassen musst. Mit grünem Licht kannst du dich entspannt bewegen. Fühlt sich etwas falsch an, meldest du dich.
Aktivitäten, die gut passen
Kompliziert muss es nicht sein. Gelenkschonend und verlässlich sind:
- Spazieren und Wandern auf einfachen Wegen: kostenlos und leicht an die Tagesform anzupassen.
- Schwimmen und Aquafit: Das Wasser trägt dein Gewicht und entlastet die Gelenke.
- Krafttraining für Schwangere: leichter bis mittlerer Widerstand hält dich fit fürs Tragen und den Alltag, siehe auch Krafttraining.
- Velo-Ergometer: Ausdauer ohne Sturzrisiko.
- Schwangerschaftsyoga: gut für Beweglichkeit, Atmung und Ruhe, ohne tiefe Drehungen und ohne spätes flaches Liegen.
Folgst du lieber einem Plan, findest du auf Trainera.fit Trainerinnen und Trainer, die dir einen sanften Plan für deine Schwangerschaft erstellen und ihn von Trimester zu Trimester anpassen.
Übungen für jedes Trimester
| Trimester | Schwerpunkt | Anpassung |
|---|---|---|
| Erstes (Woche 1 bis 13) | Gewohntes Niveau halten oder sanft starten | genug trinken, Überhitzung meiden, an müden Tagen kürzer |
| Zweites (Woche 14 bis 27) | Kraft, Schwimmen, zügiges Gehen | ab etwa Woche 16 nicht lange flach auf dem Rücken liegen, stabile Übungen |
| Drittes (ab Woche 28) | Gehen, Aquafit, Ergometer, Mobilität, Beckenboden und Atmung | kürzere Einheiten, mehr Pausen, bequeme Positionen |
Erstes Trimester
Manche Frauen fühlen sich am Anfang blendend, andere kämpfen mit Übelkeit und Müdigkeit. Beides ist normal. Warst du vorher aktiv, machst du meist auf angenehmem Niveau weiter. Bist du neu, beginnst du mit kurzen Spaziergängen und leichtem Krafttraining. An Tagen ohne Energie ist Ruhe die bessere Wahl.
Zweites Trimester
Oft die angenehmste Phase: Die Energie kommt zurück, der Bauch stört noch wenig. Ideal für Krafttraining, Schwimmen und ruhige Spaziergänge. Ab etwa Woche 16 meidest du langes flaches Liegen auf dem Rücken, weil es die Durchblutung verringern kann. Schrägbank, Seitenlage oder Varianten im Stehen und Sitzen ersetzen es. Weil sich der Schwerpunkt verschiebt, wählst du gestützte Übungen statt Balanceakte.
Drittes Trimester
Mit wachsendem Bauch wirst du langsamer, und das ist in Ordnung. Gehen, Aquafit, Ergometer und leichte Mobilität fühlen sich jetzt meist am besten an. Halte die Einheiten kürzer, pausiere öfter und nimm Positionen, in denen du dich wohlfühlst. Beckenboden- und Atemübungen helfen bei der Vorbereitung auf die Geburt.
Neu beim Sport? So startest du
Auch ohne Trainingserfahrung ist jetzt ein guter Moment, mit der Freigabe sanft zu beginnen. Starte mit 10 bis 15 Minuten Gehen an den meisten Tagen und zwei kurzen Krafteinheiten pro Woche mit leichten Kurzhanteln, Bändern oder dem eigenen Körpergewicht: gestützte Kniebeugen, Liegestütze an der Wand, Rudern im Sitzen. Technik und ruhige Atmung zählen mehr als Gewicht.
Steigere langsam: jede Woche ein paar Minuten mehr Gehen, mehr Widerstand erst, wenn eine Übung leicht und kontrolliert ist. Ein Wochenrhythmus aus drei Spaziergängen, zwei leichten Krafteinheiten und einer Yoga- oder Mobilitätseinheit ist ein guter Ausgangspunkt. Beständigkeit schlägt das gelegentliche harte Workout. Wie Online-Begleitung dabei funktioniert, zeigt der Beitrag zur Plattform für Online-Personal-Trainer.
Beispiel: Eine Lehrerin in St. Gallen geht in der 20. Woche an Schultagen 20 Minuten zu Fuss zur Arbeit, besucht einmal pro Woche einen Aquafit-Kurs und macht samstags eine kurze Krafteinheit zu Hause. Mehr braucht es für einen soliden Rhythmus nicht.
Was du bis nach der Geburt lässt
- Kontaktsportarten wie Fussball, Unihockey, Basketball oder Kampfsport.
- Sportarten mit hohem Sturzrisiko wie Skifahren, Reiten oder Velofahren im dichten Stadtverkehr.
- Langes flaches Liegen auf dem Rücken ab etwa Woche 16.
- Luft anhalten und Pressen beim Heben (Valsalva-Manöver): gleichmässig atmen, Gewichte moderat halten.
- Überhitzung: Hot Yoga, Sauna, Training bei Hitze und Schwüle.
- Tiefe Drehungen und intensive Bauchübungen, die auf den Bauch drücken.
Warnzeichen: sofort aufhören
Bewegung soll sich gut anfühlen. Hör auf und kontaktiere deine Ärztin oder Hebamme bei:
- Blutungen aus der Scheide oder Fruchtwasserabgang
- regelmässigen oder schmerzhaften Wehen
- Schwindel, Ohnmachtsgefühl oder anhaltenden Kopfschmerzen
- Brustschmerzen oder Atemnot
- Wadenschmerz oder Schwellung
- deutlich weniger Kindsbewegungen als sonst
Wasser griffbereit, stützende Schuhe, ein guter BH und sanftes Auf- und Abwärmen gehören dazu. Faustregel: Du solltest dich beim Training noch unterhalten können.
Begleitung und Kosten in der Schweiz
Ob Kurs, Abo oder Einzelstunden: Zur Orientierung kostet Personal Training laut kenbuser.ch (2026) in Zürich CHF 150-300, in Bern CHF 120-220 und in Luzern oder Winterthur CHF 110-200 pro Stunde. Der durchschnittliche Jahresbeitrag in Schweizer Fitnesscentern lag 2025 bei CHF 997 (swiss active).
Die Grundversicherung zahlt nichts an Fitnessabos. Qualitop zertifiziert Center und Methodenanbieter, zum Beispiel für Pilates oder Yoga, und Kassen wie SWICA, Sanitas, Concordia, CSS und Atupri leisten an solche Angebote Beiträge aus Zusatzversicherungen. Ob und wie viel für dein Angebot gilt, klärst du vorher mit deiner Kasse.
Dranbleiben mit kleinen Einheiten
Wenn du Struktur möchtest, kannst du über Trainera.fit eine Trainerin finden, die dir einen persönlichen Plan erstellt, der zu deinem Befinden und deiner Woche passt. Weiter geht es mit unseren Ratgebern zu sicheren Bauchübungen in der Schwangerschaft und wann du nach der Geburt wieder Sport machen kannst.
Etwas Bewegung ist fast immer besser als keine, ganz im Sinne der Bewegungsempfehlungen der WHO. Zehn Minuten Gehen, ein paar ruhige Atemzüge und ein Satz Beckenbodenübungen halten die Gewohnheit lebendig. An manchen Tagen willst du dich bewegen, an anderen ist Ruhe richtig. Beides gehört zu einer gesunden, aktiven Schwangerschaft.
Häufig gestellte Fragen
Ist Sport in der Schwangerschaft sicher?
Wie oft pro Woche sollte ich in der Schwangerschaft trainieren?
Wann breche ich das Training ab?
Darf ich schwanger auf dem Rücken trainieren?
Zahlt die Krankenkasse in der Schweiz an Training in der Schwangerschaft?
Weiterlesen
Setze das mit Trainera in die Praxis um
Hol dir in 60 Sekunden deinen kostenlosen KI-Trainings- und Ernährungsplan
1800+ Übungen, Wearables und Fortschrittstracking, kostenlos und ohne Karte. Den KI-Food-Scan gibt es mit Premium. Trainiere allein oder mit einem zertifizierten Coach.