Brustübungen für Grösse und Kraft: 8 Übungen im Studio

Mehr Brust braucht mehr als Flachbankdrücken. Acht Übungen für obere und untere Brust, das passende Wochenvolumen, ein Beispielworkout und die Fehler, die das Wachstum bremsen.

Trainera Team
October 11, 2026
6 Min. Lesezeit
Brustübungen für Grösse und Kraft: 8 Übungen im Studio
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Kurz beantwortet: welche Brustübungen bringen am meisten?

Für eine grössere und stärkere Brust kombinierst du eine schwere Druckübung wie Bankdrücken mit Schrägbankdrücken für die obere Brust, Dips für den unteren Teil und Flyes für Dehnung und Kontraktion. Dazu kommen 12 bis 20 Sätze pro Woche, verteilt auf zwei Einheiten, und eine Steigerung von Woche zu Woche.

Die Geräte dafür findest du in praktisch jedem Schweizer Fitnesscenter: Laut swiss active boten 2025 94,0 % der Betriebe Krafttraining an, und rund 1,45 Mio. Menschen waren Mitglied in einem der 1'441 Center (swiss active, Eckdatenstudie 2026). Woran es meist hapert, ist nicht die Ausstattung, sondern die Auswahl und Reihenfolge der Übungen.

Die Brust verstehen, bevor du sie trainierst

Viele drücken jahrelang dieselbe Flachbank und wundern sich über den Stillstand. Der grosse Brustmuskel (Musculus pectoralis major) hat zwei Anteile: den oberen, claviculären Kopf und den unteren, sternalen Kopf. Beide reagieren auf andere Winkel. Ein gutes Programm trifft deshalb beide, mit Grund- und Isolationsübungen und in verschiedenen Wiederholungsbereichen.

Acht Übungen, die deine Brust wirklich fordern

1. Bankdrücken mit der Langhantel

Beim Bankdrücken bewegst du die schwersten Gewichte aller Brustübungen, und es arbeitet die ganze Brust mit. Greif etwas breiter als schulterbreit, führ die Stange kontrolliert zur unteren Brust und drück sie zügig nach oben.

  • Schulterblätter vor dem Ausheben nach hinten und unten ziehen.
  • Eine leichte Wölbung im oberen Rücken schont die Schultern.
  • Die Stange bei jeder Wiederholung an die Brust führen, statt halbe Wiederholungen zu machen.
  • Füsse fest in den Boden drücken.

2. Schrägbankdrücken mit Kurzhanteln

Hier liegt der Fokus auf der oberen Brust, die bei vielen hinterherhinkt. Stell die Bank auf 30 bis 45 Grad; steiler übernimmt die vordere Schulter. Kurzhanteln erlauben mehr Bewegungsumfang als eine Langhantel, und jeder Arm arbeitet für sich.

3. Dips mit Brustfokus

Mit Oberkörper nach vorn geneigt und etwas breiterem Griff treffen Dips vor allem die unteren und inneren Fasern, nebenbei auch den Trizeps. Wird es mit Körpergewicht zu leicht, hängst du Gewicht an einen Dipgürtel.

4. Flyes am Kabelzug

Der Kabelzug hält die Spannung über die ganze Bewegung, was Kurzhanteln nicht schaffen. Ellbogen leicht gebeugt lassen und oben die Brust bewusst zusammendrücken, statt viel Gewicht zu bewegen.

5. Flyes mit Kurzhanteln

Unten in der Bewegung wird die Brust stark gedehnt, und genau diese Spannung setzt einen Wachstumsreiz. Senk die Hanteln bis zu einer deutlichen Dehnung und führ sie im Bogen zurück. Das Gewicht bleibt moderat.

6. Liegestütze mit Zusatzlast

Mit einer Scheibe auf dem Rücken oder einem Widerstandsband werden Liegestütze zu einer ernsthaften Brustübung. Weil sich die Schulterblätter frei bewegen können, fällt die Kontraktion vollständiger aus als auf der Bank.

7. Landmine Press

Die Stange läuft im Bogen und folgt damit der natürlichen Bewegung des Schultergelenks. Für alle, die beim Flachdrücken Schulterprobleme haben, ist das eine schonende Variante.

8. Brustpresse an der Maschine

Ideal als Abschluss mit hohen Wiederholungen, wenn die Stabilisatoren müde sind. Ohne Sicherungsperson trainierst du sicher nah ans Muskelversagen, etwa 2 bis 3 Sätze à 12 bis 15 Wiederholungen.

Volumen und Wochenplanung

Fortgeschrittene wachsen laut Forschung am besten mit 12 bis 20 Arbeitssätzen pro Woche für die Brust, Anfänger schon mit 8 bis 12. Teil das Volumen auf zwei Einheiten auf: einen schweren Tag mit 4 bis 6 Wiederholungen und einen Hypertrophietag mit 8 bis 12.

ÜbungSätze x WiederholungenZweck
Bankdrücken Langhantel4 x 5-6Schwere Grundübung
Schrägbankdrücken Kurzhantel3 x 8-10Obere Brust
Dips mit Brustfokus3 x 8-12Untere Brust und Trizeps
Flyes am Kabelzug3 x 12-15Isolation zum Abschluss

Ohne progressive Überlastung geht es nicht: Jede Woche ein wenig mehr Gewicht oder eine Wiederholung mehr. Wer seine Sätze in Trainera.fit protokolliert, sieht schwarz auf weiss, wann die Last steigen darf.

Beispiel: Du trainierst am Montagabend nach der Arbeit in Winterthur und am Donnerstag über Mittag. Montag ist der schwere Tag mit Bankdrücken zuerst, Donnerstag beginnst du mit Schrägbankdrücken und endest an der Brustpresse. So bekommt jede Einheit einen klaren Schwerpunkt, und die obere Brust profitiert davon, dass sie einmal pro Woche als Erstes drankommt.

Fehler, die dein Brustwachstum bremsen

Zu viel Gewicht beim Bankdrücken

Last, die du nicht über die volle Bewegung kontrollierst, gefährdet die Schultern und bringt wenig. Saubere 80 kg mit vollem Bewegungsumfang bauen mehr Brust auf als eine halbe Wiederholung mit 100 kg.

Obere Brust vergessen

Viel Flachbank, wenig Schrägbank: das ist der Klassiker. Hängt die obere Brust nach, setz die Schrägbank an den Anfang, wenn du noch frisch bist. Die Reihenfolge entscheidet mit, was am schnellsten wächst.

Keine Dehnung, keine Kontraktion

Flyes und Kabelzug liefern, was Grundübungen allein nicht schaffen. Mindestens eine Isolationsübung gehört in jede Brusteinheit.

Was dich ein Plan in der Schweiz kostet

Zufällige Workouts bringen zufällige Resultate. Ein Programm, das Volumen und Intensität über Wochen planbar steigert, unterscheidet die, die weiter wachsen, von denen, die stagnieren. Du kannst es selbst aufbauen oder dir helfen lassen.

VarianteKostenQuelle
Fitnesscenter-AboØ CHF 997 pro Jahr (2025)swiss active
Personal Training ZürichCHF 150-300 pro Stundelaut kenbuser.ch (2026)
Personal Training Luzern / WinterthurCHF 110-200 pro Stundelaut kenbuser.ch (2026)
Trainera Client Proab CHF 5.90 pro Monattrainera.fit/pricing für die Schweiz

Die PT-Preise stammen von einem Anbieter aus St. Gallen (kenbuser.ch, 2026) und sind als Richtwerte zu verstehen. Wer an eine Zusatzversicherung denkt: Die Grundversicherung zahlt laut Sanitas nichts an Fitness-Abos; manche Zusatzversicherungen beteiligen sich an Abos in Centern mit Label wie Qualitop (qualitop.ch).

Ein zertifizierter Trainer auf Trainera.fit kann dir ein Brustprogramm nach deinen Schwachstellen und deiner Trainingshistorie bauen. Protokollier jedes Bankdrücken, jeden Schrägbanksatz und jeden Fly im Trainera.fit Workout-Protokoll. Mit der Kraftkurve über Monate siehst du, welche Übungen und Wiederholungsbereiche bei dir wirken, und dein Trainer passt den Plan anhand dieser Daten laufend an.

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Häufig gestellte Fragen

Wie oft pro Woche sollte ich die Brust trainieren?

Für die meisten passt zweimal pro Woche. So kommst du auf 12 bis 20 Sätze Wochenvolumen und hast zwischen den Einheiten 48 bis 72 Stunden Erholung. Bewährt hat sich ein schwerer Tag mit Grundübungen und ein leichterer Tag mit Isolation und höheren Wiederholungen.

Warum wächst meine Brust nicht, obwohl ich regelmässig trainiere?

Meist steckt eines von drei Dingen dahinter: Gewicht oder Wiederholungen steigen über die Wochen nicht, es gibt fast nur Flachbankdrücken ohne Schrägbank und Flyes, oder du isst zu wenig für Muskelaufbau. Protokolliere deine Sätze und trainiere die Brust aus mehreren Winkeln.

Reicht Bankdrücken für eine grosse Brust?

Bankdrücken allein baut eine ordentliche Brust auf, trifft aber vor allem die mittleren und unteren Fasern. Für die obere Brust brauchst du Schrägbankdrücken, für Dehnung und Kontraktion Flyes. Zwei bis drei verschiedene Brustübungen pro Woche ergeben ein ausgewogenes Programm.

Kurzhantel oder Langhantel beim Brustdrücken?

Beide haben ihren Platz. Mit der Langhantel bewegst du mehr Last und baust Kraft auf. Kurzhanteln geben mehr Bewegungsumfang, gleichen Seitenunterschiede aus und fordern die Stabilisatoren stärker. Nimm die Langhantel für die schwere Hauptübung und Kurzhanteln für die Zusatzübungen.

Was kostet ein Personal Trainer in der Schweiz für einen Brust-Schwerpunkt?

Laut kenbuser.ch (2026) kostet eine Stunde Personal Training in Zürich CHF 150-300, in Bern CHF 120-220 und in St. Gallen CHF 100-180. Online-Coaching ist laut derselben Quelle 20 bis 40 % günstiger. Viele brauchen nur einige Termine für die Technik und trainieren danach mit einem Plan in der App weiter.

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