Eigene Fitness-App: Was White Label in CHF kostet
Agentur, White-Label-Abo oder die App-Stufe deiner Studiosoftware: Was die drei Wege zur eigenen Fitness-App kosten, welche Gebühren gern vergessen gehen und wie ein Center in Bern über drei Jahre rechnet. Mit Schweizer Anbieterpreisen in CHF.

Was kostet eine eigene Fitness-App in der Schweiz?
Eine App mit deinem Namen, Logo und Icon auf den Handys der Mitglieder: Dafür gibt es 2026 drei realistische Wege. Eine Agentur baut sie von null, du mietest ein eigenständiges White-Label-Produkt, oder du nimmst die White-Label-Stufe der Software, mit der dein Center ohnehin arbeitet. Die Listenpreise liegen weit auseinander, die versteckten Kosten noch weiter.
Zur Einordnung: Ein Schweizer Fitnesscenter setzte 2025 im Schnitt CHF 945'000 netto um und hatte 1'007 Mitglieder; 87,6 % der Center bieten bereits digitale Zusatzleistungen wie Apps an (swiss active, Eckdatenstudie 2026). Eine App ist also eher Standard als Luxus. Die Frage ist, welcher Weg zu deinem Budget passt.
Weg 1: Individualentwicklung durch eine Agentur
Eine Agentur entwirft und programmiert deine App von Grund auf. Für ein echtes Produkt mit iOS und Android, Konten, Zahlungen, Trainingsinhalten und Push-Mitteilungen liegen Offerten typischerweise im fünf- bis sechsstelligen Bereich, im Voraus. Mit dem Launch ist die Rechnung aber nicht bezahlt:
- Wartung: Jede neue iOS- und Android-Version kann etwas kaputt machen; Updates bezahlst du dauerhaft.
- Eigene Store-Konten: Du verwaltest die Entwicklerkonten bei Apple und Google und jede Prüfung selbst.
- Neue Funktionen: Buchung, Chat oder Abrechnung werden jeweils ein neues bezahltes Projekt.
- Zeit: Realistische Zeitpläne rechnen in Monaten, nicht in Wochen.
Eine Eigenentwicklung lohnt sich, wenn die App selbst dein Produkt ist. Für die meisten Center ist sie der teuerste Weg zu Funktionen, die es fertig gibt. Mehr dazu: was die Entwicklung einer Fitness-App kostet.
Weg 2: Eigenständiges White-Label-Produkt
Hier mietest du eine fertige App in deinem Branding. Die Preise folgen meist einem von zwei Mustern:
- Preis pro Mitglied oder Mitgliederstufe: günstig bei 50 Mitgliedern, ein Vielfaches bei 500 oder 1'000.
- Fixpreis pro Betrieb: planbar, egal wie viele Mitglieder dazukommen.
Gebühren nach Mitgliederzahl bremsen genau das, was du willst: Wachstum. Jede verkaufte Mitgliedschaft hebt die Softwarerechnung, und deine Kostenprognose wird zur Prognose deines Erfolgs.
Schweizer Studiosoftware zeigt beide Muster mit öffentlichen Preisen in Franken. Diese Anbieter sind keine reinen App-Produkte, sondern Verwaltungssoftware; die Tabelle zeigt nur, wie die Preise skalieren:
| Anbieter | Preislogik | Veröffentlichte Preise pro Monat |
|---|---|---|
| PIA fitness | Nach Mitgliederzahl | BASIC ab CHF 90 (bis 250), STANDARD ab CHF 285 (bis 800), PRO ab CHF 445 (unbegrenzt) |
| SportsNow | Pakete nach Umfang | FREE CHF 0, Premium BASIC CHF 40, MAX CHF 90, MAX PRO CHF 150, ENTERPRISE CHF 230 |
| Trainera Gym Core | Fixpreis plus Trainer | Ab CHF 129, 3 Trainer inklusive, CHF 16 pro weiterem Trainer, unbegrenzte Mitglieder |
Anbieterpreise abgerufen am 11. Oktober 2026; Module und MWST-Angaben auf den Seiten prüfen.
Weg 3: White-Label-Stufe deiner Plattform
Der jüngste Weg: Die Software, die schon Abos, QR-Check-in, Zahlungen und Leads verwaltet, liefert die eigene App gleich mit. So ist es bei Trainera. Auf trainera.fit/pricing für die Schweiz kostet White Label ab CHF 239 pro Monat, mit 3 Trainern inklusive und CHF 16 pro weiterem Trainer. Enthalten sind:
- Eigene iOS- und Android-Apps unter dem Namen deines Centers.
- Einreichung und Review in App Store und Google Play durch Trainera.
- Push-Mitteilungen unter deiner Marke.
- Alles aus Gym Core: Web-Dashboard, Mitgliedschaftspakete, digitale Mitgliederkarte mit QR-Check-in, Leads-CRM mit 7-stufiger Pipeline, Kursplaner, Website-Builder mit eigener Domain, Community-Feed nur für Mitglieder und TRAI als KI-Assistent für Studiodaten mit 200 Anfragen pro Monat.
- Online-Verkauf von Paketen per Karte über dein eigenes Stripe-Konto mit 0 % Trainera-Plattformgebühr, als Einmalzahlung pro Paket.
Der Studio-Tarif ab CHF 279 ergänzt Community Plus und Automatisierungen. Für Coaches ohne Center gilt dieselbe Logik im Artikel zur White-Label-Fitness-App für Trainer.
Kosten, die gern vergessen gehen
- Entwicklerkonten: Apples Developer Program kostet 99 USD pro Jahr, Google Play einmalig 25 USD, wenn du selbst veröffentlichst.
- Store-Prüfung: Jedes Update wartet auf das Review; eine Ablehnung kostet Wochen.
- Push-Infrastruktur: Zuverlässige Zustellung an viele Geräte ist ein eigenes System.
- Wartung und Redesign: Jedes Jahr kommen neue Betriebssysteme; bei der Eigenentwicklung zahlst du jedes Facelift selbst.
- Mehrwertsteuer (MWST): Frag bei jeder Offerte, ob der Preis inklusive oder exklusive 8,1 % gilt (ESTV, MWST-Sätze), sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Drei Jahre im Vergleich
| Eigenentwicklung | White-Label-Produkt | White-Label-Stufe der Plattform | |
|---|---|---|---|
| Kosten im Voraus | Typisch fünf- bis sechsstellig | Gering oder keine | Abo ab dem ersten Monat |
| Laufendes Modell | Wartungspauschale | Abo, oft nach Mitgliedern | Fixpreis plus Preis pro Trainer |
| Zeit bis zum Launch | Monate | Wochen | Wochen |
| Wartung | Du bezahlst | Anbieter | Anbieter |
| Store-Einträge | Du | Je nach Anbieter | Trainera |
| Verwaltungssoftware | Separat nötig | Oft separat nötig | Inklusive |
Rechenbeispiel: Ein Center in Bern mit 5 Trainern zahlt bei Trainera White Label CHF 239 plus 2 x CHF 16, also CHF 271 pro Monat. Über drei Jahre sind das bei monatlicher Zahlung CHF 9'756, bei jährlicher Zahlung (zehn Monatsbeträge pro Jahr) CHF 8'130. Der Betrag bleibt gleich, auch wenn die Mitgliederzahl von 300 auf 1'000 steigt; er ändert sich nur mit der Zahl der Trainer. Eine Eigenentwicklung startet mit dem Vorabbetrag und kommt dann jedes Jahr mit Wartung dazu, ein Modell nach Mitgliederzahl wächst mit jedem neuen Abo.
Welcher Weg passt zu wem?
- Eigenentwicklung: Die App ist dein Kernprodukt, du brauchst einzigartige Funktionen und kannst sie langfristig finanzieren.
- Eigenständiges White-Label-Produkt: Du willst nur die App und bist mit deiner Verwaltungssoftware zufrieden. Besteh auf einem Fixpreis.
- White-Label-Stufe einer Plattform: Du willst App und Studioverwaltung in einem Abo mit einem Login.
Fragen vor der Unterschrift
- Ist der Preis fix oder nach Mitgliedern, und was kostet es bei doppelt so vielen Mitgliedern?
- Wer veröffentlicht und pflegt die Einträge im App Store und bei Google Play?
- Laufen Push-Mitteilungen unter meiner Marke oder unter der des Anbieters?
- Wie kommen meine Mitgliederdaten wieder heraus, wenn ich wechsle?
- Wie arbeitet die Software mit QR-Rechnung, eBill und LSV+, das laut SIX mit dem letzten CHF-Einzug am 30. September 2028 endet (SIX)?
Zur letzten Frage bei Trainera: TWINT, QR-Rechnung, eBill oder LSV+ bietet Trainera nicht an. Solche Zahlungen laufen über die Bank oder den Zahlungsanbieter des Centers und werden in Trainera als Zahlung erfasst.
Lohnt sich eine eigene App für dein Center?
Eine eigene Fitness-App kostet, was der Weg vorgibt: fünf- bis sechsstellig plus Unterhalt bei der Eigenentwicklung, ein Abo, das mit deinem Wachstum teurer werden kann, oder einen Fixpreis auf deiner bestehenden Plattform. Trainera geht den dritten Weg mit Preisen in Franken, unbegrenzten Mitgliedern und ohne Gebühr pro Mitglied.
Die Plattform läuft in 26 Sprachen, darunter Deutsch, Französisch und Italienisch; Team und Mitglieder arbeiten jeweils in ihrer Sprache. Über den Bereich "AI Assistant (MCP)" kann ein Center auch externe KI-Apps wie Claude oder ChatGPT mit seinen Studiodaten verbinden, etwa für Mitglieder, Pakete, Planer und Leads. Heikle Aktionen wie Löschen oder Massennachrichten verlangen dort eine ausdrückliche Bestätigung. Trainingspläne baut die KI aus einer Bibliothek mit mehr als 1'800 Übungen und über 1'100 Rezepten.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine White-Label-Fitness-App?
Warum sind Gebühren pro Mitglied ein Problem?
Was kostet eine eigene Fitness-App für ein Center in der Schweiz über drei Jahre?
Welche versteckten Kosten bringt eine eigene Fitness-App mit sich?
Ist eine White-Label-App günstiger als eine Eigenentwicklung?
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