Fitnessstudio-Software gratis: was in der Schweiz reicht
Ein ehrlicher Leitfaden für Studioinhaber in der Schweiz: vier Arten von kostenloser Fitnessstudio-Software, wo jede an Grenzen stösst, was gratis an Stunden und Umsatzlecks kostet und ab wann ein fester Tarif in Franken günstiger ist.

Kostenlose Software fürs Fitnesscenter: geht das in der Schweiz?
Ja, und in der Schweiz gibt es sogar einen lokalen Anbieter mit Gratis-Tarif: SportsNow nennt auf seiner Preisseite einen FREE-Tarif für CHF 0 pro Monat (sportsnow.ch, abgerufen am 11. Oktober 2026). Für ein Studio steckt hinter "kostenlos" aber fast immer eine von vier Varianten: eine Excel-Tabelle mit Online-Formularen, ein Gratis-Tarif mit Grenzen, ein Open-Source- oder Desktop-Programm, das du selbst betreibst, oder eine Testphase, die abläuft. Jede trägt eine Weile. Jede stösst an eine bestimmte Grenze, sobald du einen Eingang, einen Kursplan und Mitglieder mit Jahres- oder Monatsabo hast.
Hier siehst du, wo diese Grenzen liegen, was gratis tatsächlich kostet und ab wann ein bezahlter Tarif günstiger ist. Mehr zu den bezahlten Preismodellen: Was kostet Fitnessstudio-Software?
Vier Arten von gratis und ihre Grenzen
Welche Art von gratis du wählst, ist wichtiger als der Preis von null, denn jede verlagert die Kosten: auf deine Zeit, deine Mitglieder oder deine Daten.
| Variante | Was du erhältst | Wo es im Studioalltag hakt |
|---|---|---|
| Tabelle und Formulare | Mitgliederliste in Excel oder Google Sheets, Anmeldeformular, oft ein WhatsApp-Chat für Kurse | Am Eingang prüft niemand die Laufzeit, Verlängerungen hängen am Gedächtnis |
| Gratis-Tarif (Freemium) | Echte Software mit Einschränkungen | Limits bei Mitgliedern oder Personal, Zusatzgebühren auf Online-Zahlungen, Preissprung beim Wachstum |
| Open Source oder Desktop-Download | Programm ohne Lizenzgebühr | Hosting, Updates und Backups machst du selbst, eine Mitglieder-App fehlt meist |
| Gratis-Testphase | Das volle Produkt für kurze Zeit | Sie läuft ab und dient nur zum Test mit echten Mitgliedern |
Kritisch wird es, wenn ein System für 30 Mitglieder plötzlich ein Studio mit 200 tragen soll.
Acht Prüfpunkte vor einem Gratis-Setup
Geh diese Liste durch. Jedes Nein kostet dich Zeit, Umsatz oder Sicherheit.
- Mitgliederlimit. Ist der Gratis-Tarif bei einer festen Mitgliederzahl zu Ende, zwingt dich Wachstum zum Upgrade, oft ausgerechnet im stärksten Monat.
- Online-Kartenzahlung und Gebühren. Viele Gratis-Lösungen verkaufen keine Abos online, andere schlagen eine eigene Transaktionsgebühr auf die Kartengebühr.
- Regeln am Eingang. Eine Tabelle hält niemanden mit abgelaufenem Abo auf. Echte Check-in- und Zutrittssoftware prüft Laufzeit, Zugangszeiten und Besuchslimits bei jedem Scan.
- Mitglieder-App. Mitglieder wollen Ausweis, Buchungen und Nachrichten auf dem Handy. Ein Gruppenchat ersetzt keine Buchungssoftware.
- Backup und Export. Klär, wie deine Daten als CSV herauskommen und wer die Backups macht. Beim Programm auf dem Empfangs-PC bist das du.
- Datenschutz. Mitgliederdaten enthalten Namen, Telefonnummern und teils Gesundheitsangaben. In der Schweiz gilt das revDSG: Gesundheitsdaten sind besonders schützenswert, und das Studio als Verantwortlicher entscheidet, wo sie liegen und wer sie öffnen darf (revDSG auf Fedlex).
- Support. Fällt der Check-in am Montag um 7 Uhr aus, hilft dir ein Forum wenig.
- Deine Zeit. Der grösste Posten, den niemand verrechnet. Jede manuelle Verlängerung und jede Frage "Hat es um 18 Uhr noch Platz?" fehlt dir im Verkauf und auf der Fläche.
Was gratis tatsächlich kostet
Gratis-Software schickt keine Rechnung, verursacht aber jeden Monat Kosten. Setz in jede Zeile eine grobe Zahl ein, dann siehst du den echten Preis.
| Versteckte Kosten | Woher sie kommen | So schätzt du sie pro Monat |
|---|---|---|
| Verwaltungsstunden | Manuelle Verlängerungen, Tabellenpflege, Buchungen per Chat | Stunden x Wert deiner Stunde |
| Umsatzlecks | Mitglieder mit abgelaufenem Abo im Training, späte Verlängerungen, nicht erfasstes Bargeld | Verlorene Verlängerungen x Monatsbeitrag |
| Zusatzgebühren | Transaktionsgebühren in Gratis-Tarifen | Gebühr in Prozent x Online-Kartenumsatz |
| IT und Upgrades | Hosting, Updates, erzwungener Wechsel am Limit | Serverkosten plus Arbeitsstunden |
| Datenrisiko | Verlorener Laptop, defekte Datei, kein Export | Tage für den Wiederaufbau x Wert eines Arbeitstags |
Der Break-even-Test in Franken
Ein bezahlter Tarif lohnt sich, sobald die Stunden und Lecks deines Gratis-Setups pro Monat mehr wert sind als der Tarif. So rechnest du:
- Eine normale Woche Verwaltung aufschreiben und mal vier nehmen.
- Die Stunden mit dem Wert deiner Stunde multiplizieren.
- Lecks addieren: späte Verlängerungen und Mitglieder, die nach Ablauf trainiert haben, mal Monatsbeitrag.
- Transaktionsgebühren und Hosting dazuzählen.
- Die Summe mit einem festen Monatstarif ohne Gebühr pro Mitglied vergleichen.
Beispiel, kein Branchenwert: Die Inhaberin eines Studios in Luzern mit 150 Mitgliedern braucht vier Stunden pro Woche für Verlängerungen und Buchungsnachrichten, also rund 16 Stunden im Monat. Bewertet sie ihre Stunde mit CHF 40, sind das CHF 640. Als Monatsbeitrag nimmt sie den Schweizer Durchschnitt: Der Jahresbeitrag lag 2025 bei CHF 997, also rund CHF 83 pro Monat (swiss active, Eckdatenstudie 2026). Drei verpasste oder späte Verlängerungen pro Monat kosten sie damit weitere rund CHF 249. Gratis kostet hier also fast CHF 900 im Monat. Trainera Core kostet in der Schweiz ab CHF 129 pro Monat mit unbegrenzten Mitgliedern. Spart die Software nur die Hälfte der Stunden und keines der Lecks, rechnet sich der Tarif trotzdem. Liegt deine Summe darunter, bleib bei gratis. Zähl nur die Stunden, die Software wirklich einspart.
Zahlungswege: was bei Schweizer Studios dazukommt
In vielen Gratis-Setups laufen Zahlungen nebenher: Rechnung, Barzahlung am Empfang oder LSV+. Das Lastschriftverfahren LSV+ läuft allerdings aus, der letzte Einzug in Franken ist am 30. September 2028 (SIX). SIX empfiehlt eBill, QR-Rechnung, Dauerauftrag oder Einzelzahlung. Wer heute per LSV+ einzieht, muss also ohnehin umstellen, ob mit Gratis-Software oder mit bezahlter. Plan diese Umstellung mit deiner Bank ein, wenn du die Software wechselst.
Wann gratis wirklich reicht
Gratis ist die bessere Wahl, wenn das Studio klein und einfach ist und meist bar oder per Rechnung bezahlt wird. Bleib dabei, wenn das meiste hier zutrifft:
- Du hast ein paar Dutzend Mitglieder und kennst alle mit Namen.
- Es gibt kein Drehkreuz, und am Empfang ist immer jemand.
- Mitglieder zahlen bar oder per Überweisung, online verkaufst du nichts.
- Du testest das Konzept noch, bevor du einen Mietvertrag unterschreibst (siehe Fitnessstudio eröffnen).
Für Personal Trainer ohne eigenes Studio sieht es anders aus: Der Free-Tarif für Trainer bei Trainera umfasst bis zu 3 Kunden ohne Karte, und unser Vergleich kostenlose Personal-Trainer-Software zeigt die Alternativen.
Was Trainera statt eines Gratis-Tarifs bietet
Trainera hat keinen Gratis-Tarif für Studios. Es ist bezahlte Software mit öffentlichem Preis und bietet stattdessen:
- 7 Tage Testphase für Core, die du selbst startest.
- Öffentlicher Preis pro Land: In der Schweiz kostet Core ab CHF 129, White Label ab CHF 239 und Studio ab CHF 279 pro Monat auf trainera.fit/pricing für die Schweiz; andere Länder stehen auf der Preisseite.
- Unbegrenzte Mitglieder, keine Gebühr pro Mitglied, keine Einrichtungsgebühr, monatliche Abrechnung; 3 Trainer inklusive, jeder weitere CHF 16.
- Kostenloser Umzug: Du schickst deinen Export, das Team importiert Mitglieder, Pakete, Ablaufdaten, Trainer und Pläne.
- Für Mitglieder gratis: Training mit dem Studio, Trainingsprotokoll, Ernährungstracking und Nachrichten in der App kosten sie nichts.
Core schliesst auch die Lücken aus der Prüfliste: QR-Mitgliederausweis, Scanner oder Drehkreuz am Eingang (bis zu 10 Geräte) mit Regelprüfung bei jedem Scan, Online-Kartenzahlung über dein eigenes Stripe-Konto mit 0 % Plattformgebühr (die Stripe-Gebühr bleibt), als Einmalzahlung pro Paket, Lead-CRM, Kursplaner, Personalkonten, Transaktionsjournal mit CSV-Export sowie Support per E-Mail und Chat. Barzahlungen am Empfang werden erfasst. QR-Rechnung, eBill, TWINT oder LSV+ bietet Trainera nicht an; diese laufen über deine Bank oder deinen Zahlungsanbieter, und du erfasst den Zahlungseingang in Trainera. Eine eigene App unter deiner Marke gibt es in White Label und Studio. Details unter Trainera für Fitnessstudios. Teste mit echten Mitgliedern statt Demodaten und miss dabei deine Verwaltungszeit.
Gratis oder bezahlt: so entscheidest du
Kostenlose Fitnessstudio-Software gibt es, doch gratis ist sie selten, wenn du Stunden, verpasste Verlängerungen, Zusatzgebühren und das Risiko einer einzigen Tabelle einrechnest. Bleib gratis, solange das Studio klein ist, rechne neu, sobald Drehkreuz, Online-Verkauf oder die LSV+-Umstellung anstehen, und wechsle, wenn die Zahlen es sagen.
Sieh dir an, was Trainera für Fitnessstudios umfasst, oder starte die 7-tägige Core-Testphase und prüf deine Zahlen mit deinen eigenen Mitgliedern.
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Häufig gestellte Fragen
Gibt es kostenlose Software für ein Fitnesscenter in der Schweiz?
Gibt es eine kostenlose Mitgliederverwaltung fürs Fitnessstudio?
Hat Trainera einen Gratis-Tarif für Studios?
Ist Studio-Software zum Gratis-Download sicher?
Wann ist bezahlte Fitnessstudio-Software günstiger als gratis?
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Führen Sie Ihr Studio mit Trainera
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Check-in per QR-Code und Drehkreuz, Mitgliedschaftspakete, Zugänge für Mitarbeitende und eine Studio-Website, ohne Gebühr pro Mitglied. Ihre Mitglieder übertragen wir kostenlos aus Ihrer bisherigen Software.