Was sollte ein Personal Trainer in der Schweiz verlangen?
Wer seinen Preis aus dem Bauch setzt, vergisst schnell AHV, MWST und leere Stunden. Hier sind die Schweizer Stundensätze 2026 nach Stadt, eine einfache Formel für deinen eigenen Satz in Franken und der Weg, Preise zu erhöhen, ohne Kunden zu verlieren.

Die schnelle Antwort
In der Schweiz verlangen Personal Trainer 2026 laut kenbuser.ch je nach Stadt CHF 100 bis 300 pro Stunde: in Zürich CHF 150-300, in St. Gallen CHF 100-180. Online-Coaching ist laut derselben Quelle 20 bis 40 % günstiger und wird meist als Monatsabo verkauft. Personal Training ist ein grosser Markt: 68,6 % der Schweizer Fitnesscenter boten es 2025 an, so die Eckdatenstudie 2026 von swiss active.
Die Spannen sind breit, weil dein Satz nicht aus einer Tabelle kommt, sondern aus deinem Markt, deinen Nachweisen und deiner Positionierung. Dieser Guide liefert die Schweizer Zahlen und dann einen einfachen Weg zu deinem eigenen Satz, mit AHV und MWST eingerechnet. Keine Steuerberatung, Stand Oktober 2026.
Was Personal Trainer in der Schweiz verlangen
| Region / Anbieter | CHF pro 60 Minuten | 10er-Paket in CHF |
|---|---|---|
| Zürich | 150-300 | 1'300-2'500 |
| Basel | 130-250 | 1'100-2'000 |
| Bern | 120-220 | 1'000-1'800 |
| Luzern / Winterthur | 110-200 | 950-1'700 |
| St. Gallen | 100-180 | 850-1'500 |
| Genf | Ø 120 | keine Angabe |
| Lugano | 100-130 üblich | keine Angabe |
| Activ Fitness (Kette) | 120 pro Lektion | 990 |
Quellen: Städte laut kenbuser.ch (2026), Genf laut fixando.ch und sportmotiv.ch, Lugano laut ksfunctionalmovement.ch, Activ Fitness laut eigener Website (Oktober 2026). Das sind Anbieterangaben, keine Statistik.
Online-Coaching
Online-Coaching wird pro Monat verrechnet, weil der Kunde Plan, Check-ins und Verbindlichkeit kauft. Eine mögliche Struktur mit drei Stufen:
- Einstieg: Trainingsplan, monatliche Anpassung, Support per Nachricht.
- Standard: Training plus Ernährung, wöchentliche Check-ins, Technikrückmeldung.
- Premium: alles oben plus Calls und schnellere Antworten.
Für die Schweiz gibt es in den hier verwendeten Quellen keine belastbaren Monatspreise, nur die Einordnung von kenbuser.ch: 20 bis 40 % unter dem Preis vor Ort. Kalkuliere deine Stufen deshalb von deinem Aufwand pro Kunde aus.
Hybrid und Kleingruppe
Hybrid, also einige Einheiten vor Ort plus App-Plan dazwischen, liegt zwischen online und 1:1. Kleingruppen bringen pro Person weniger, pro Stunde aber oft mehr als ein einzelner Kunde.
Was deinen Satz bestimmt
- Nachweis von Resultaten. Rückmeldungen, Bewertungen und dokumentierte Fortschritte bewegen deinen Preis stärker als jedes weitere Zertifikat.
- Spezialisierung. "Personal Trainer" konkurriert mit allen. "Coach für Kraft nach der Schwangerschaft" oder "Powerlifting für ältere Athleten" konkurriert mit wenigen.
- Standort. Derselbe Trainer ist in Zürich und in St. Gallen unterschiedlich viel wert. Kalkuliere für deinen Markt.
- Nachfrage. Ist dein Kalender zu mehr als 80 % voll, verlangst du zu wenig.
- Erfahrung und Ausbildung. Zählen am Anfang am meisten, später schlagen Resultate das Papier.
Deinen Satz berechnen: die Formel mit Schweizer Kosten
Schritt 1: den Boden finden
Zähl deine monatlichen Kosten zusammen: Miete oder Studiogebühr, Versicherungen, Software, Weiterbildung, dein Lohn zum Leben und die Sozialabgaben. Als Selbständiger zahlst du AHV/IV/EO selbst, ab CHF 60'500 Jahreseinkommen 10,0 %, darunter nach sinkender Skala ab 5,371 %, dazu höchstens 5 % Verwaltungskosten auf die Beiträge (AHV-Merkblatt 2.02, Stand 2026). Unfallversicherung und Pensionskasse sind für Selbständige freiwillig, gehören aber in die Rechnung, wenn du sie willst. Teil die Summe durch die Einheiten, die du realistisch pro Monat lieferst.
| Beispiel: Posten pro Monat (angenommene Werte) | CHF |
|---|---|
| Lohn zum Leben (CHF 72'000 pro Jahr) | 6'000 |
| AHV/IV/EO 10,0 % plus 5 % Verwaltungskosten auf die Beiträge | 630 |
| Flächenmiete im Studio | 1'200 |
| Versicherungen | 300 |
| Software, z. B. Trainera Pro | 49.90 |
| Weiterbildung | 150 |
| Summe | rund 8'330 |
| Boden bei 80 Einheiten pro Monat | rund 104 pro Einheit |
| Boden bei 100 Einheiten pro Monat | rund 83 pro Einheit |
Die Werte im Beispiel sind angenommen, nicht Marktdaten. Einkommenssteuer ist nicht enthalten, leg dafür zusätzlich zurück. Und schau auf die MWST: 80 Einheiten zu CHF 104 ergeben rund CHF 99'840 im Jahr, knapp unter der Grenze von CHF 100'000 (ESTV). Wer mehr umsetzt, wird steuerpflichtig, laut ESTV-Praxis zum Normalsatz von 8,1 % auf Fitness- und Krafttraining. Ab CHF 100'000 Umsatz brauchst du als Einzelunternehmen auch den Handelsregistereintrag.
Schritt 2: die Decke finden
Schau, was die drei bis fünf etabliertesten Trainer in deiner Region verlangen. Das ist nicht für immer deine Grenze, zeigt aber, was Kunden dort als normal akzeptieren.
Schritt 3: dich positionieren
Wenig Nachweis? Leicht unter der Mitte starten und schnell Rückmeldungen sammeln. Mit Portfolio? In oder über der Mitte. Nie der Günstigste sein: Der billigste Trainer zieht die am wenigsten verbindlichen Kunden an, und die springen zuerst ab.
Preisfehler, die Trainer arm halten
- Nur Einzelstunden verkaufen. Pakete mit 8 bis 12 Einheiten oder Monatsabos schaffen Verbindlichkeit, und Verbindlichkeit bringt Resultate.
- Über den Preis konkurrieren. Es gibt immer jemand Günstigeren. Konkurriere über Resultate und Service.
- Nie erhöhen. Steigen deine Kosten und dein Satz nicht, verdienst du jedes Jahr weniger.
- Unbezahlte Extras. Ernährungspläne, Nachrichten und Technikchecks sind Leistungen. Bau sie in den Paketpreis ein oder verkauf sie separat.
- Unter Druck Rabatt geben. Kann sich jemand 1:1 nicht leisten, biete eine Gruppe oder eine günstigere Online-Stufe an, statt deinen Satz zu senken.
Wann und wie du erhöhst
Erhöhe, wenn dein Kalender zu mehr als 80 % voll ist, dein Portfolio deutlich gewachsen ist oder an einer natürlichen Grenze wie dem Jahreswechsel:
- Kündige die Änderung 4 bis 6 Wochen im Voraus an.
- Lass bestehende Kunden für eine definierte Zeit beim alten Satz, zum Beispiel 3 Monate.
- Wende den neuen Satz sofort bei Neukunden an.
- Eine Erhöhung um 10 bis 15 % mit vollem Kalender bringt dir mehr, auch wenn ein oder zwei Kunden gehen.
Beispiel: Ein Trainer in Winterthur mit vollem Kalender verlangt CHF 130 pro Stunde. Er kündigt im November an, dass Neukunden ab Januar CHF 145 zahlen, Bestandskunden ab April. So hat jeder Zeit, sich darauf einzustellen.
Bezahlt werden ohne Durcheinander
Preise funktionieren nur, wenn das Kassieren einfach ist. Auf einer Coaching-Plattform wie Trainera verkaufst du Pakete und Monatsabos per Karte (mit Apple Pay und Google Pay), über PayPal oder Banküberweisung und erfasst Barzahlungen am selben Ort. Auf Zahlungen über Stripe oder PayPal fällt je nach Tarif eine Plattformgebühr an, Free und Starter 8 %, Pro 5 %, Business 3 %; auf bar und Banküberweisung 0 %. Die Tarife kosten auf trainera.fit/pricing für die Schweiz ab CHF 19.90 pro Monat (Starter), Pro CHF 49.90, Business CHF 99. TWINT und QR-Rechnung laufen über deine Bank, nicht über Trainera.
Dein Preis als Teil deiner Positionierung
Kalkuliere nach Markt und Nachweis, nicht nach Unsicherheit: Boden berechnen, Decke kennen, bewusst positionieren, Verbindlichkeit statt Einzelstunden verkaufen und erhöhen, wenn die Resultate wachsen. Die richtigen Kunden suchen nicht den billigsten Coach, sondern den, der liefert.
Weiterlesen
Häufig gestellte Fragen
Wie viel sollte ein Personal Trainer in der Schweiz am Anfang verlangen?
Muss ich auf meinen Preis MWST aufschlagen?
Was kostet Online-Coaching im Vergleich zu Training vor Ort?
Soll ich pro Einheit verrechnen oder Pakete verkaufen?
Wie erhöhe ich Preise, ohne Kunden zu verlieren?
Weiterlesen
Führen Sie Ihr Coaching-Geschäft mit Trainera
Kunden, Trainings- und Ernährungspläne und Zahlungen an einem Ort
Kostenlos bis 3 Kunden, keine Karte nötig. Ihre Kunden erhalten Web-, iOS- und Android-Apps, Ihr Logo gibt es ab Business und Ihre eigene Marken-App mit Enterprise. Bestehende Kunden und Pläne übertragen wir kostenlos.
1000+ Kunden auf Trainera betreut